Großes Engagement für das Gemeinwohl

Eines der wichtigstenVorhaben des neuen Jahres: der Bau einer Verbindungsstraße von der Nordumfahrung über den Innkanal, die sogenannte kleine Ostumfahrung. Honervogt

Mühldorf hat einen wertvollen Schatz: Viele engagierte Bürger, die sich mit ganzer Kraft in den Vereinen und Hilfsorganisationen einbringen.

Wenn wir zusammenhelfen und an einem Strang ziehen, ist viel möglich! Das hat auch das Jahr 2019 gezeigt, denn die Bilanz fällt sehr positiv aus. Beherrschende Themen waren Stadtentwicklung, Verkehr, Kinderbetreuung, die Unterstützung der Vereine, Wirtschaftswachstum, Parkplätze sowie Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Der Planungsprozess für die Stadtentwicklung ist in vollem Gange. Im Mai fand eine Bürgerwerkstatt zur Flächenentwicklung statt, im Juli wurden die Ergebnisse präsentiert. Zur nachhaltigen Stadtentwicklung gehört ein neues Verkehrskonzept mit dem Ziel, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, den Verkehrsfluss zu verbessern, die Fuß- und Fahrradwege zu erschließen und mehr Parkplätze zu schaffen.

Eine Alternative zum Pkw wird der Stadtbus sein, der ab 2021 mit vier großen Linien im 30-Minuten-Takt zwischen 6 Uhr und 20 Uhr die Stadtteile anfahren wird. Dreh- und Angelpunkt ist der Bahnhof. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre fahren kostenlos, das Jahresticket wird 150 Euro kosten, ein Monatsticket 15 Euro.

2020 wird mit drei spürbaren Verkehrsentlastungen begonnen: An der Nordtangente wird die Spur für Linksabbieger verlängert. An der Adolph-Kolping-Straße entsteht eine separate Linksabbiegespur, damit der Verkehr besser fließen kann. Zusätzlich wird eine Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer die Sicherheit erhöhen. Ein wichtiger Schritt ist die kleine Ostumfahrung – der Stadtrat hat den Maßnahmenbeschluss gefasst. Baubeginn ist bereits im Frühjahr. Dies ist eine wichtige Verbindung von der Ahamer und Töginger Straße zur Nordtangente und zur Entlastung des Verkehrs an der Innkanalbrücke und in der Innenstadt.

Um die Parksituation für Autofahrer zu verbessern, entstanden 100 neue Parkplätze an der Ahamer Straße sowie 158 Stellplätze an der Europastraße. Zudem gibt es Planungen für ein Parkhaus an der Ahamer Straße sowie eine Überplanung am Zentralparkplatz: Derzeit liegt für das ehemalige SÜMÖ-Gelände die Feinuntersuchung vor. Erste Entwürfe sind vielversprechend und vereinen verschiedene Interessen: Hier wird das Hallenbad weichen und neue Parkplätze können geschaffen werden.

Der Lebensmittelhändler braucht mehr Platz für den Ausbau. Ein Kreisverkehr zur Innstraße, direkt vom Parkplatz aus, hilft, den Verkehr durch die Luitpoldallee und den Katharinenplatz zu reduzieren. Mit einer Unterführung von der Kirschblütenallee aus ist eine Verbindung zum Inn möglich – genauso wie ein Café direkt am Innufer. Damit kann ein großer Wunsch vieler Mühldorfer erfüllt werden: Gemütlich im Café zu sitzen und dabei auf den Inn zu schauen!

Für Fußgänger und Radfahrer wurde heuer viel erreicht: Für Radfahrer gibt es felgenschonende Bügel im Altstadtbereich sowie zwei Fahrradabstellanlagen am Bahnhof. Der Fahrradweg zwischen Mühldorf und Waldkraiburg wird 2020 vom Ecksberg-Kreisel bis zur Firma Innbeton vom Straßenbauamt Rosenheim ausgebaut. An der Hartgassenunterführung wird intensiv gearbeitet. Die Planungen beschäftigen die Stadt, die Bahn und den Verbund der Innkraftwerke gleichermaßen.

Für eine nachhaltige Stadtentwicklung spielt der Klimaschutz eine wichtige Rolle. Wir haben 42 000 Quadratmeter Blühflächen und 29 Hektar ökologische Ausgleichsflächen geschaffen. Besonders freue ich mich über die Umwandlung eines Maisackers in einen Auwald – Mittelschüler pflanzten hier 250 Laubbäume.

Ein zentrales Thema ist die Kinderbetreuung: Die Kreisstadt gibt in vier Jahren insgesamt 20 Millionen dafür aus, dass unser Nachwuchs die besten Bildungs- und Entwicklungschancen bekommt. Heuer konnten wir die neue Kinderkrippe in der Ahamer Straße einweihen, ein Übergangs-Kindergarten in Modulbauweise wurde in der Waidbruckstraße errichtet, bis der viergruppige Kindergarten in der Ahamer Straße im Frühjahr 2020 bezugsfertig sein wird. Zusätzlich wurden die Erweiterungsbauten für die Grundschulen in Mühldorf und Mößling in Angriff genommen.

Sehr erfreuliche Nachrichten gibt es zum Hochschulstandort Mühldorf: der Zweckverband Hochschulcampus Mühldorf-Waldkraiburg wurde gegründet – somit zahlt der Landkreis die Hälfte der Kosten. Die ersten Studentenwohnungen werden im Sommer 2020 bezugsfertig sein. Der Freistaat Bayern hat Investitionszuschüsse in Aussicht gestellt.

Die Kreisstadt ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Unsere Unternehmen expandieren und sichern Arbeitsplätze. Die Gewerbe-, Lohn- und Einkommenssteuer stellen die Grundlage für Investitionen der Kreisstadt dar. Positive Nachrichten gibt es aus dem Landwirtschaftsministerium: ab 2021 wird für das Amt für ländliche Entwicklung gebaut.

Unsere Stadt unterstützt die heimischen Sportvereine in großem Maß: Zuschüsse gibt es für den Bau des neuen Schützenheimes der SG Mößling sowie den Bau des Kabinentraktes und des Vereinsheimes des TSV 1860 Mühldorf. Für den FC und den ESV wurde eine Zwei-Standort-Lösung gefunden. Zusätzlich hat die Kreisstadt das ESV-Gelände gekauft, um die Zukunft der beiden Vereine zu sichern. Für 2020 stehen die Planungen für den Neubau des Hallenbades an.

Mein Ziel ist es, mit den Menschen für die Menschen unserer Stadt zu arbeiten. Mühldorf soll weiterhin liebens- und lebenswerte Heimat bleiben. Auf die Aufgaben des neuen Jahres freue ich mich und setze mich mit Herz und Sachverstand für unsere schöne Stadt ein.

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