Große Kinderkrippe entsteht in Mühldorf Nord

An der Harthauser Straßeentsteht ein neues Wohngebiet. Um Kindern aus dem Norden und Altmühldorf eine Betreuungsmöglichkeit zu geben, soll dort auch eine Kinderkrippe gebaut werden. Nicht alle Stadträte sprachen sich für den Standort aus. Honervogt
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An der Harthauser Straßeentsteht ein neues Wohngebiet. Um Kindern aus dem Norden und Altmühldorf eine Betreuungsmöglichkeit zu geben, soll dort auch eine Kinderkrippe gebaut werden. Nicht alle Stadträte sprachen sich für den Standort aus. Honervogt

Mühldorf. – Mit einer fünfgruppigen Kinderkrippe an der Harthauser Straße will die Stadt auf das nach wie vor steigende Interesse an Kinderbetreuungsplätzen reagieren.

Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen. Die neue Krippe soll im September 2021 eröffnet werden, der Bau in diesem Herbst beginnen. Die Kosten bezifferte Bürgermeisterin Marianne Zollner auf 2,8 Millionen Euro.

Grundsätzliche Stimmen gegen den Neubau gab es nicht, wohl aber gegen den Standort an der Harthauser Straße, wo in den nächsten Jahren ein weiteres Baugebiet entstehen soll. Der vorgesehene Platz für die Krippe liegt am Rand dieses neuen Wohngebiets und damit im äußersten Nordwesten der Stadt.

Dr. Reinhard Wanka (UWG) sagte: „Der Platz gefällt mir gar nicht, weil wir eigentlich das Wachstum der Stadt einschränken wollten. Die Krippe liegt ganz am Rand Mühldorfs“. Er regte an, eine zentraler gelegene Kinderkrippe zu schaffen, damit der Anfahrtsweg aus allen Richtungen leichter möglich sei. Auch Oskar Rau (Grüne) sprach sich für einen weiter südlich gelegenen Standort aus.

Dagegen votierten Gottfried Kirmeier, Rainer Schratt (beide SPD), Stefan Lasner und Ulrich Niederschweiberer (beide CSU) für den Bau in diesem Bereich. Der benachbarte Grünstreifen und die gute Erschließung über die Harthauser Straße sprächen dafür.

Auch Bürgermeisterin Marianne Zollner warb für den Bau an der Harthauser Straße: „Im Norden ist ein sehr starkes Siedlungsgebiet, die Harthauser Straße liegt dann nicht mehr am äußersten Rand der Stadt.“ Es gebe viele Kinder im Norden, die auch alle dort in eine Krippe gehen wollten. Auch für Altmühldorfer Kinder sei der Standort gut geeignet.

Der Stadtrat stimmte gegen die drei UWG-Mitglieder Markus Saller, Andreas Seifinger und Wanka für den Bau, 20 Stadträte waren dafür. hon

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