Gremium geht für Ortsmitte in Klausur

Haag – Erste Schritte wagten die Haager Gemeinderäte in Richtung Neugestaltung der Ortsmitte.

Sie einigten sich auf „externe Unterstützung“ durch einen Projektmanager. Vorher wollen sie ihren eigenen Standpunkt in einer Klausurtagung definieren.

Ein Projektmanager hat nach Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) vor allem die Aufgabe der Organisation der Bürgerbeteiligung und der Betreuung der Lenkungsgruppe. Workshops könnten „für alle möglichen Bevölkerungsgruppen“ einberufen werden. „Wir brauchen auch ein begleitendes Equipment zur Dokumentation und Präsentation. Dafür könnten wir uns einen Dienstleister an die Seite holen“, so Schätz.

„Wir müssen uns zuerst selber damit auseinandersetzen und mit dem Bürger und der Geschäftswelt reden“, betonte Verkehrsreferent Wolfgang Obermaier (Freie Wähler). Es gehe schließlich um bedeutende Fragen wie Verkehr und Straßengestaltung des Zentrums: „Da müssen wir uns zuerst selber Gedanken machen, bevor wir einen Planer holen.“

CSU-Chef Ludwig Schletter warnte vor „irgendwem von irgendwoher“. Haag habe „Planer von außen“ schon zur Genüge gehabt. Es solle nur einer mitplanen, der mit der Örtlichkeit vertraut ist. Wichtig sei, nicht am Bürger vorbeizureden. Mit Blick auf das Bürgerbegehren forderte Baureferent Stefan Högenauer: „Es soll besser laufen als bei der Münchener Straße.“ Einen Moderator mit fachlicher Ingenieurbegleitung erachte er für sinnvoll.

„Wenn wir nicht selbst wissen, was wir wollen, kann uns auch kein Planer helfen“, stellte Egon Barlag (Freie Wähler) fest. Hans Urban (CSU) warnte davor, „Begehrlichkeiten zu wecken“. Der Gemeinderat müsse sich überlegen, wie viele Lkw und wie viele Busse er künftig auf der Hauptstraße dulden wolle.

Nach Drittem Bürgermeister Herbert Zeilinger hat ein Koordinator die gesetzlichen Verbindlichkeiten, die umgesetzt werden müssen, den Anliegern verständlich zu machen.

Ideen dazu könnten immer wieder eingebracht werden. Vor allem sollte „alles straff ablaufen“.

Verkehrsplaner hatAuswertungen bereitsauf den Tisch gelegt

„Wir stecken mittendrin“, folgerte Bürgermeisterin Sissi Schätz. Der Verkehrsplaner habe seine Auswertungen bereits auf den Tisch gelegt. Ihn solle man an den weiteren Gesprächen beteiligen.

Der „katastrophale Zustand“ der Hauptstraße, vor allem der Kanäle, müsse zügig verbessert werden, verlangte Hermann Jäger (PWG) und schlug eine Klausurtagung zur speziellen Orientierung für die Gemeinderäte vor: „Jeder soll seine Vorschläge sagen.“

Eine klare Ausrichtung der eigenen Reihen bleibt nach PWG-Chef Josef Hederer unverzichtbar: „Wir selber müssen unser Ziel vorher wissen. Die Hauptfrage ist, ob wir mehr oder weniger Verkehr wollen.“ Die Räte sollten sich zunächst selber befragen, wo sie hinwollen. Dann sollten die Geschäftsleute ihre Meinung äußern. Parkflächen würden wohl strittig behandelt werden.

SPD-Chef Peter Bauer erkannte einem Moderator Manageraufgaben zu, aber keine inhaltlichen. Er habe zunächst das Ziel zu formulieren.

Eva Rehbein (SPD) riet, einen neutralen Manager den Fahrplan bestimmen zu lassen. Den müssten die Räte dann aber auch akzeptieren und dürften sich nicht „beratungsresistent“ verhalten.

Die Gemeinderäte könnten auch ohne Manager mit den Geschäftsleuten reden, so Urban.

Bürgermeisterin Sissi Schätz fasste zusammen, dass ein Projektmanager grundsätzlich begrüßt werde.

So einigte sich das Plenum bei der Gegenstimme von Uli Herzog (CSU) darauf, der Verwaltung die Aufgaben für den Projektmanager ausarbeiten zu lassen.

Die Fraktionen sollten dies mit ihren Meinungen unterstützen.

Daneben wolle man sich in einer Klausurtagung beraten.

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