Das goldene Gaspedal

Sagen wir, wie es ist: Nur wenige mögen Sabine wirklich, ihre Fans aber sind noch immer begeistert.

So wie die zehnjährige Nachbarstochter, die seitdem bei jedem Windhauch sehnsüchtig in die schwankenden Bäume schaut und voller Vorfreude sanft lächelnd nur drei Worte über die Lippen bringt: „Morgen keine Schule?“ Schülerverbände im Landkreis überlegen, Sabine als „Ehren-Schulleiterin“ ein Denkmal zu setzen.

Dass „die Stürmische“ den heimischen Feuerwehren nach zwei Tagen Dauereinsatz das Lachen nicht verweht hat, zeigen die Freiwilligen aus Töging. Sie ernennen auf Facebook kurzerhand die Kettensäge zur „Mitarbeiterin der Woche“, die treu an der Seite der Wehrfrauen und -männer gestanden habe.

Den größten Spaß aber dürften die 130-Tempo-Limit-Gegner auf der Autobahn gehabt haben, als sie die Nachricht hörten, dass Sabine mit 131 Kilometern in der Stunde zwischen Pastetten bis Schwindegg über die A 94 gerast sei. Das neue Söder-CSU-Wahlkampf- Tempo-Gebot war ihr dabei offensichtlich völlig wurscht. Die neuen 130er-Schilder hat sie kurzerhand umgeworfen. Die heimischen Schnellfahrer, angeführt von Mühldorfs Ex-Bürgermeister Günther Knoblauch (übrigens SPD), wollen ihr heute das „Goldene Gaspedal“ verleihen.

Doch dieses Glück währte kurz. Die Schilder stehen wieder, sehr zur Freude der Tempolimitfreunde.

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