Glosse zum Klopapier-Kaufrausch

Josef Bauer über die Hamsterkäufe in der zweiten Corona-Welle: „Iatz is so weit!“

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  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Hamsterkauf in Corona-Zeiten? Unser Autor Josef Bauer malt sich aus, wie es zu Hause weitergehen könnte, mit den bevorrateten Toilettenpapier-Reichtümern.

Glosse – De Klopapier-Hamstarrei kimmd im Landkreis Muidorf wieda ins Laufa. De beste Ehefrau von Olle hod beobachtet, dass in de Einkaufwagal wieda des Klopapier an ersta Stoi steht. Mia san aba no ned so weit, dass es an Notstand gab.

Mia san so weit, dass is so weit is, dass Klopapier, Moi, Nudeln und gfrorne Mafiadatschi wieda eipackd wern, dass das Grausen kimmd. A Muidorfa Chef von an Supamarkt hoasd des Bevorratung und ned Hamsdan. Wia mas siehgd.

„Des letzte Klopapier hergnumma, des mei Oma selig in da großn Pandemie 2020 eikaufd hod“

I stoi ma des a so vor: Im August 2045 gehd da Herbert W. (Namen von da Redaktion gändad) aus Flossing um 7.15 Uhr dahoam in sein Häusl aufs Häusl. Wia er de Befreiungshalle wieda valässt, laufan eahm zwoa dicke Tränen aus de Augn. Grärd hod a, dass da Sau graust. „Heid wars so weit, dass so weit is, denn heid hob i des letzte Klopapier hergnumma, des mei Oma selig in da großn Pandemie 2020 eikaufd hod“, hod er gschmatzt und gwoand.

Des is ned zum Lacha. De Polizei warnt de Bevölkarung, dass sie ja koa Klopapier ned offn im Auto umanand legn lassn soid, denn des werd gstoin, ned des Auto, des Klopapier, kimmd aus dem Auto außa, und Du hast an Dregg im Schachdal ohne Papier. Wia mei Oma imma gsagd hod: „Spare in da Zeit, dann hosd a Klopapier, wennst das brauchst.“

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