Glosse zum Wahlplakat der JU Mettenheim: „Wenn der Sex schiefgeht“

Ein Hingucker, der Ärger macht: Wahlplakat der JU Mettenheim. Honervogt
  • Markus Honervogt
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So ein schöner Hintern, so ein schöner Spruch, hat sich die JU Mettenheim gedacht. Jetzt, wo es Kritik hagelt, bietet sich eine einfache Lösung an. So sieht es unser Autor Markus Honervogt.

Mettenheim - Eins steht jetzt fest: Das mit dem Sex hat sich inzwischen bis nach Mettenheim rumgesprochen. Und weil das nicht nur ganz schön ist, das mit dem Sex, sondern auch Aufmerksamkeit bringt (hätten Sie vielleicht die Überschrift dieser Kolumne gelesen, wenn da Wahlplakat oder JU gestanden hätte?), weil Sex also Aufmerksamkeit bringt, hat ihn die JU Mettenheim gleich mal aufs Wahlplakat gedruckt.

Erst will die JU anpacken, dann macht's die Netzgemeinde

Oder das, was sie für Sex hält. Ein wohlgeformter Frauenhintern in einer hochwertigen Krachledernen, dazu die schlüpfrige Aufforderung, richtig hinzulangen.

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Dass das daneben gehen kann, auch das hat sich jetzt bis Mettenheim herum gesprochen, denn nachdem die Netzgemeinde kräftig angepackt und gelästert hat, sind die Plakate über Nacht verschwunden.

Warum keine Männer-Rückseite?

Die Frage aber bleibt: Warum müssen es eigentlich immer Frauenpopos sein, die auf Plakaten landen, wenn man Hingucker erzeugen will? Gibt es keine hübschen Männer-Rückseiten?

Also ein bisschen mehr Gleichberechtigung, dann stünde die JU jetzt nicht ohne Wahlplakate da. Und der Wahlkampf würde auch mehr Spaß machen. Zum Beispiel, wenn die jungen Leute ihren zweiten Wahlslogan aufs Männer-Popo-Plakat gedruckt hätten: „Frischer Wind für Mettenheim.“

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