Den Glauben wiederentdecken

Eine frohe Botschaft, die froh macht: Simon Stritar.

Schwer mitgenommen hat mich die Nachricht von der heftigen Dürrekatastrophe und der Hungersnot in Tansania, also ein trauriges Ereignis.

Was war für Sie das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres?

Unsere Schwestern und Brüder in der Partnergemeinde Kongwa sowie im gesamten Partnerdekanat in Tansania hatten daran und haben noch immer daran schwer zu leiden.

Es ist unglaublich, was für eine Spendenaktion das Ehepaar Grytzyk und der gesamte Freundeskreis Tansania hierfür ins Leben rufen konnten. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

In der Kirchengemeinde vor Ort in Waldkraiburg war es für meine Frau und mich das Arbeiten mit dem neuen Kirchenvorstand, der zwar schon im Advent 2018 eingeführt worden ist, in diesem Jahr aber so richtig seine Arbeit aufgenommen hat.

Wir sind ein gutes Team aus erfahrenen und neuen Kräften. Viel Energie und frischer Wind ist zu spüren. Das ist toll! So machen wir 2020 weiter.

Privat war es die Anschaffung von zwei Katzen. Die beiden lieben und frechen Kater stellen so einiges bei uns auf den Kopf. Sie sind aber eine große Bereicherung für uns als Familie und sie beteiligen sich auch eifrig im Gemeindeleben, das sich direkt vor unser Haustür ereignet. Überall, wo was los ist, wollen sie auch hin.

Was ist die wichtigste Aufgabe für das neue Jahr?

Die wichtigste Aufgabe wird es sein, zu zeigen, dass die Kirche noch eine Rolle im Leben der Menschen spielen kann. Die Kirche ist der Ort zum Kraft tanken, hier werde ich gehört, hier kann ich Gottes Wort hören, hier erlebe ich eine echte Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern. Das alles und vieles mehr wollen wir als Kirchengemeinde mit der Hilfe Gottes den Menschen deutlich machen. Wir müssen dabei auch immer offen sein für neue Wege. Ein guter Schritt in diese Richtung kann der Alpha- Kurs sein, den wir ab Januar in unserer Gemeinde anbieten. Auf einer ansprechenden und lebensnahen Art wird dort der Glaube (neu) erklärt.

Ihr Neujahrswunsch?

Getreu der Jahreslosung „Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ (Markus 9,24) wünsche ich mir, dass mehr Menschen ihren Glauben wieder entdecken oder neu zum Glauben finden. Der Glaube kann so eine Kraftquelle fürs Leben sein! Ohne ihn fehlt etwas!

Auch wünsche ich mir, dass es uns Gläubigen gelingt, das Evangelium als das zu verkünden was es ist, nämlich als die frohe Botschaft Jesu Christi, die fröhlich macht.

Simon Stritar ist evangelischer Pfarrer in Waldkraiburg.

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