Gläubige in Mühldorf trauern: Langjähriger Stadtpfarrer Josef Maier ist gestorben

Mühldorfs langjähriger Stadtpfarrer Josef Maier ist heimgegangen. Enzinger
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Mühldorfs langjähriger Stadtpfarrer Josef Maier ist heimgegangen. Enzinger
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Josef Maier war 20 Jahre lang Stadtpfarrer in der Pfarrei St. Nikolaus in Mühldorf. Der langjährige Stadtpfarrer ist am Freitag, 21. Februar, im Heilig-Geist-Spital der Caritas in Mühldorf gestorben. Er wurde 88 Jahre alt.

Mühldorf – 20 Jahre von 1981 bis 2001 hat Pfarrer Josef Maier die Pfarrei St. Nikolaus in Mühldorf geprägt. Sein Leben war immer nach der Religiosität der katholischen Kirche ausgerichtet. „Für mich war es schon als Bub klar, dass ich Pfarrer werden würde. Meine Eltern haben mich bei diesem Wunsch immer unterstützt“, hat er erzählt.

Priesterweihe 1957 in Freising

Maier kann auf eine lange Wirkungszeit zurückblicken: Geboren wurde er am 18. Juni 1931 in Neumarkt-St. Veit. Er besuchte ab 1943 das Knabenseminar in Freising, machte 1951 Abitur, erlernte das Orgelspiel und feierte 1957 seine Priesterweihe in Freising.

Ein Jahr lang war er in Dorfen Kaplan, dann Präfekt an der Seminarschule in Freising und von 1963 bis 1981 Pfarrer in Nandlstadt in der Hallertau. Von 1981 an bis 2001 war Stadtpfarrer in St. Nikolaus in Mühldorf, ab 2001 Ruhestandspfarrer in Niedertaufkirchen.

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In Niedertaufkirchen hat er als Ruhestandspfarrer so lange ausgeholfen, wie es eine Krankheit erlaubte. Pfarrer Josef Maier war immer voller Pflichtbewusstsein und Freude in seiner Aufgabe als Pfarrer. Er lebte vor, dass der Dienst als Geistlicher vor allem „Dienst an Menschen im Auftrag Christi“ ist. Die Wünsche und Sorgen seiner Pfarrei standen immer im Mittelpunkt seines priesterlichen Lebens. Er war im besten Sinne des Wortes ein konservativ ausgerichteter Pfarrer, der seinen Glauben in den Mittelpunkt seines Lebens und der Pfarrei stellte,

Seine Aufgabe als Lehrer an der Mühldorfer Grundschule war für Josef Maier mehr als die Vermittlung von Werten und Vorstellungen der katholischen Kirche. Er sah seine Aufgabe darin, den Mädchen und Buben den Glauben und die Liebe Christus näher zu bringen.

Ruhestandspfarrer in Niedertaufkirchen

Viel hat er sich um seine Ministeranten und um die Pfadfinder gekümmert. Für Diskussionen sorgten damals, seine angebliche Nähe zum Engelwerk, die er aber immer zurückwies.

Josef Maier hat die Pfarrei St. Nikolaus in Mühldorf durch nicht einfache Zeiten geführt. Nach seiner Verabschiedung im Jahr 2001 wechselte er als Ruhestandspfarrer nach Niedertaufkirchdn, Er unterstützte den dortigen Pfarrverband, so lange es seine Gesundheit ermöglichte. „Wir danken ihm für seinen langjährigen Dienst im Pfarrverband“, würdigte Dekan Franz Eisenmann seinen Einsatz.

Liebe zur Musik und zum Gesang brachte ihm Beinamen "Hallelujah-Beppi" ein

Von Niederbergkirchen ging es für Josef Maier zurück in die Nähe seiner Pfarrei St. Nikolaus. Er fand im Caritas-Heilig-Geist-Spital in enger Nachbarschaft zu seinem ehemaligen Pfarrhof Aufnahme. Auch von dort aus versuchte er, immer wenn es ging, am Leben der Pfarrei und am christlichen Dienst teilzunehmen. Seine Liebe zur Musik und zum Singen hat ihn in Mühldorf dem Namen „Hallelujah-Beppi“ eingebracht, über den er herzhaft lachen konnte.

Josef Maier hat seine Krankheit in christlicher Demut ertragen. Jetzt ist er heimgegangen.

Das Requiem wird voraussichtlich am Samstag, 29. Februar, um 13 Uhr in Mühldorf – St. Nikolaus stattfinden, die Beerdigung wird anschließend in Niedertaufkirchen sein.

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