Gewerkschafter wird 80 Jahre

„Nicht nur zusehen, sondern auch mit anpacken!“ Das war die Arbeitseinstellung des Jubilars.
+
„Nicht nur zusehen, sondern auch mit anpacken!“ Das war die Arbeitseinstellung des Jubilars.

Rattenkirchen –. Auf ein ereignisreiches Leben blickte Helmut Bögl aus Göppenham, Gemeinde Rattenkirchen, am Freitag, 4. September, zurück, als er seinen 80.

Geburtstag zusammen mit Familie und Freunden im Bürgerhaus feierte.

Helmut Bögl erblickte 1940 in Frankfurt am Main das Licht der Welt. Drei Jahre später entschloss sich seine Mutter, in ihren Heimatort Walkersaich zurückzukehren. Helmut besuchte dort die Schule bis zur fünften Klasse und kam dann für zwei Jahre ins Internat zu den Barmherzigen Brüdern in Algasing. Die Schulabschlussklasse bewältigte er wieder in Walkersaich, um anschließend bei der Firma Otto Koller und Sohn in Mühldorf 1955 mit seiner Ausbildung zum Großhandelskaufmann zu beginnen, wo er blieb, bis er zur Bundeswehr in Landsberg am Lech eingezogen wurde. Danach arbeitete er von 1963 bis 1973 bei der Firma Reiter in Weiding als Fernfahrer und wechselte dann zur Deutschen Bundesbahn. Dort trat er der Gewerkschaft bei, um „nicht einfach nur zuzusehen, sondern mit anzupacken und aktiv mitzugestalten“. 1979 wurde er zum Personalratsvorsitzenden der Dienststelle mit rund 2300 Mitarbeitern gewählt. 1998 beendete er seine Tätigkeit bei der Bundesbahn und ging in den wohlverdienten Ruhestand.

Durch Helmut Bögls Leidenshaft, dem Fußballspiel lernte er seine Frau Ilse kennen, die eine begeisterte Zuschauerin war. 1967 heirateten sie in Rattenkirchen und Ilse gebar die Kinder Helmut und Claudia. Sie zogen bei den Schwiegereltern in Göppenham ein und erweiterten das Anwesen durch einen Anbau. Heute genießt Bögl sein schönes Heim und seine zwei Enkel.

Auch die eine oder andere Reise wurde unternommen, wobei er ganz besonders für den Gardasee und die italienische Lebensweise schwärmt.

Kommentare