HERBSTVERSAMMLUNG DER MALER- UND LACKIERERINNUNG

Gesellen schnitten besser ab

Innungsobermeister Robert Krüger (links) und Lehrer Michael Haase berichteten über die Situation in der Ausbildung. wag
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Innungsobermeister Robert Krüger (links) und Lehrer Michael Haase berichteten über die Situation in der Ausbildung. wag

Einen positiven Bericht über die Leistungsentwicklung bei den Auszubildenden präsentierte Innungsobermeister Robert Krüger den Mitgliedern auf der Herbstversammlung der Maler- und Lackiererinnung im Restaurant Kantine in Töging.

Mühldorf/Töging – Der Notendurchschnitt bei der letzten Gesellenprüfung sei mit 3,66 um ein gutes Stück besser als im Vorjahr und gebe Anlass zur Hoffnung, dass es so weitergehe. Etwas schlechter fiel die Bilanz bei den Bautenbeschichtern mit einem Notendurchschnitt von 3,85 aus. Auch haben hier von sechs angetretenen Prüflingen nur drei bestanden.

Für den Fall, dass ein Betrieb daran denke, Flüchtlinge als Auszubildende aufzunehmen, warb Krüger für eine Integration in die weniger anspruchsvolle zweijährige Ausbildung, um ihnen auch im Fall eines Scheiterns einen Abschluss zu ermöglichen.

Im Anschluss an seinen Bericht zur Ausbildungssituation stellte der Obermeister in einem kurzen Programmüberblick die im kommenden Jahr von der Firma Murschhauser und der Megagruppe angebotene Innungsreise nach Hamburg vor. Der Termin für diese dreitägige Reise ist vom 15. bis 17. Juni.

Anschließend stellte sich der neue Fachlehrer Ernst Hartl den Innungsmitgliedern vor. Der dreifache Familienvater kommt aus Trostberg und ist seit diesem Jahr als Lehrer für praktische Fachkunde an der Berufsschule Mühldorf, für die Lehrer Michael Haase die Situation in der schulischen Ausbildung schilderte. Haase skizzierte die Entwicklung in den letzten 20 Jahren und sprach dabei von einem deutlichen Rückgang der Auszubildendenzahl, die von ehemals 100 auf aktuell 75 gesunken sei. Er finde es gut, dass in vielen Bereichen versucht werde, den Rückgang durch die Integration von Flüchtlingen zu kompensieren, mahnte aber zugleich an, dass dafür der Besuch des zweijährigen Vorbereitungsprogramms nahezu unabdingbar sei, um vor allem die sprachlichen Probleme zu überwinden: „Es scheitert fast immer an der sprachlichen Kompetenz, im Praktischen gibt es kaum Probleme. Dazu kommt dann noch die Fachsprache, deren Verständnis für das Bestehen des theoretischen Teils der Prüfung ja praktisch Voraussetzung ist:“

Diese Integration der Flüchtlinge sei für die Zukunft eine sehr große Herausforderung, die man gemeinsam mit den Partnern des dualen Systems zu bewältigen habe. Mit der anschließenden Vorstellung der Firma Huber als neuem Handelspartner für die heimischen Betriebe und einem Vortrag zum Thema Raumklima, Schimmel und Innendämmung der Firma Keim endete der offizielle Teil der Veranstaltung. wag

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