Gemeinderat Schwindegg akzeptiert Schließung des Bahnübergangs „Allersheim“ nicht

Der Bahnübergang in Allersheimsoll erhalten bleiben. Frierich
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Der Bahnübergang in Allersheimsoll erhalten bleiben. Frierich

Der Gemeinderat Schwindegg will die Schließung des Bahnübergangs Allersheim nicht akzeptieren. Das hat das Gremium jetzt einstimmig beschlossen. Der Gemeinderat steht damit in einer Linie mit den Rednern der Bürgerversammlung von einigen Wochen.

Schwindegg – Eine ersatzlose Schließung des Bahnübergangs Allersheim, wie derzeit von der Bahn geplant, ist für die Schwindegger Bürger nicht akzeptabel. Vielmehr wurde die Gemeinde bei der jüngsten Bürgerversammlung aufgefordert, sich gegen die geplante ersatzlose Schließung zu wehren. Und das tat der Gemeinderat nun auch.

Gremium ist einer Meinung

Um in dieser Sache an die DB Netz AG herantreten zu können, stellte Bürgermeister Dr. Karl Dürner fest, sollte nun vom Gemeinderat ein entsprechender Beschluss gefasst werden. Diese Form wurde in der Bürgerversammlung auch so angekündigt, sagte Dürner. Er stellte abschließend den Antrag zur Geschäftsordnung auf eine namentliche Abstimmung dieses Tagesordnungspunktes.

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Die 15 anwesenden Gemeinderäte, es fehlte Andreas Lohmair aus gesundheitlichen Gründen, und Bürgermeister Dr. Dürner wurden namentlich aufgerufen und alle stimmten mit einem lauten „ja“ dem Antrag zu, der lautet: Der Gemeinderat vertritt die Auffassung, dass eine ersatzlose Schließung des Bahnübergangs „Allersheim“ nicht akzeptiert werden kann. Er fordert daher die DB Netz AG auf, dies in die Planung mit einfließen zu lassen und im Zuge der weiteren Planung Ersatzmöglichkeiten für diesen Bahnübergang aufzuzeigen.

Begegnungsverkehr soll künftig möglich sein

Der Gemeinderat diskutierte auch über die Forderungen der Gemeinde zu den übrigen Eisenbahnüberführungen und zum bestehenden Bahnübergang. Hierbei geht es um die Vorstellungen der Gemeinde zum Neubau der Eisenbahnüberführung der Auenstraße. Die DB Netz AG hat die Gemeinde aufgefordert das Verlangen für die Eisenbahnüberführung sich im Zuge der Auenstraße zu äußern. Das Verlangen für die Eisenbahnüberführung der Isenstraße floss bereits in die Planung für den Neubau ein. Hierbei verlangte die Gemeinde eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern und einen Gehweg in einer Breite von 2,50 Metern. Derzeit weist die Straße eine Breite von 3,55 Metern sowie eine Durchfahrtshöhe von 3,10 Metern aus. Hierbei ist ein Begegnungsverkehr nicht möglich – was nach Auffassung der Verwaltung geändert werden sollte.

Erhöhung ist kaum umsetzbar

Die ideale Fahrbahnbreite hierzu wäre, analog der Isenstraße, eine Breite von 6,50 Meter. Eine Erhöhung der Durchfahrtshöhe ist auf Grund der örtlichen Gegebenheiten sowie der Ableitung des Regenwassers kaum realisierbar. Einstimmig schließt sich der Gemeinderat der Meinung der Verwaltung zum Neubau der Überführung an. Dabei soll das Verlangen, dass die zukünftige Straße in diesem Bereich für den Begegnungsverkehr ausgelegt wird voll unterstützt werden. Hierbei soll die Fahrbahn mit einer Breite von 6,50 Metern erstellt werden. Auf die Erstellung eines Gehweges wird verzichtet. Die lichte Durchfahrtshöhe bleibt bei 3,10 Meter bestehen. tf

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