Gemeinderat bezweifelt nachhaltige Hofnutzung

Rattenkirchen – Die Bauvorhaben in Waldsberg beschäftigten den Gemeinderat Rattenkirchen bereits Anfang Juli.

Damals hatte der Bauherr einen Bauantrag eingereicht zur Errichtung von Stallgebäude, Maschinenhalle und Betriebsleiterwohnhaus mit Altenteil nach Abbruch des bestehenden Wohnhauses. Das gemeindliche Einvernehmen wurde mangels Genehmigungsfähigkeit nicht erteilt. Dabei wurde auch der zu geringe Abstand zur Gemeindeverbindungsstraße bemängelt. Das Verfahren endete damit, dass der Bauherr den Antrag zurückzog.

Nun wurde ein neuer Bauantrag eingereicht. Dieser beinhaltet nur noch die landwirtschaftliche Maschinenhalle und das Stallgebäude. Das Stallgebäude wurde in der Länge um drei Meter reduziert, außerdem wurden die Gebäude nach Süden verschoben. Der Abbruch des ehemaligen landwirtschaftlichen Wohnhauses ist noch immer im Bauantrag enthalten, dazu stellte der Bauherr einen entsprechenden Antrag nach dem Denkmalschutzgesetz.

Die Unterlagen zur geplanten landwirtschaftlichen Tätigkeit hätten nach Ansicht des Gemeinderates noch immer keine Begründung einer Privilegierung geliefert. Es bestehen nach wie vor Zweifel an der erforderlichen Nachhaltigkeit des geplanten landwirtschaftlichen Betriebs, außerdem wurde mit den bislang eingereichten Unterlagen kein schlüssiges Betriebskonzept mit belastbarem Zahlenmaterial vorgelegt.

Da aber nach Prüfung der Privilegierung durch das Landratsamt Mühldorf aus baurechtlicher Sicht keine Bedenken bestehen, stimmte der Gemeinderat letztendlich mit 8:1 dem Bauantrag zu. krl

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