Gemeindemedaille vom Bürgermeister

Bürgermeister Dr. Karl Dürnergratulierte Erika Anzinger zum Geburtstag. friedrich

Schwindegg –. Rüstig und bei guter Gesundheit feierte Erika Anzinger, geborene Hanika, aus der Schäfflerstraße im Kreis ihrer Familie und vielen Freunden sowie mit den Nachbarn ihren 90.

Geburtstag. Die Jubilarin wurde am 2. Februar 1930 in Schönthal, Sudentenland, geboren. Als sie gerade drei Jahre alt war starb ihr Vater an einer heimtückischen Krankheit. Somit musste die Mutter alleine den elterlichen Hof bewirtschaften und schwere Arbeiten verrichten. Zum Glück waren noch Großmutter und Urgroßmutter im Haus, somit wurde sie versorgt und verwöhnt. Ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters heiratete die Mutter erneut und bekam noch drei Kinder.

1946 im Alter von 16 Jahren wurde sie mit ihrer Familie aus der Heimat vertrieben. Sie kamen mit über 1100 Flüchtlingen ins Lager nach Mettenheim und anschließend zu einer Familie nach Loiperding, damals Gemeinde Ranoldsberg. Die Jubilarin fand anschließend eine Anstellung bei einer jüdischen Familie in München und einige Jahre später im Jägerhof in Mühldorf. In dieser Zeit hat sie ihren späteren Gatten, den aus Kothingdorfen stammenden Johann Anzinger kennen und lieben gelernt.

1951 heiratete das Paar und aus der überaus harmonischen Ehe entstammten Tochter Gudrun und Sohn Wolfgang. Bis 1952 wohnte die junge Familie in Langenloh bei Buchbach und zog anschließend zu ihren Eltern, die in Wald bei Winhöring einen Hof kauften. Somit konnte die Jubilarin ihrer Mutter bei deren Neustart hilfreich unter die Arme greifen und war ihr dabei eine große Hilfe. Die weiteren Stationen der Familie waren Kohlbach bei Dachau, Perlach und Trudering, dort wurden auch die beiden Kinder eingeschult. Zudem erhielt Anzinger eine Stelle in einer Leuchtstoffröhrenfirma. 1967 kaufte sich die Familie in Schwindegg in der Schäfflerstraße ein Grundstück und erbaute sich in sehr viel Eigenleistung ein schmuckes Haus. Anzinger arbeitete bei der Firma Zettler und das über 15 Jahre. Anfang 1980 zogen Erika und Johann Anzinger in das von Sohn Wolfgang und Schwiegertochter Anna erworbene und von ihnen renovierte Kapser-Haus an der Mühldorfer Straße. Dort besuchten sie zu deren Freude die beiden Enkelkinder. Nach langer schwerer Krankheit verstarb 1997 ihr geliebter Gatte Johann.

Solange es gesundheitlich noch ging, nahm sie an Busfahrten und Ausflügen teil. Seit fünf Jahren genießt die Jubilarin ihren Lebensabend im Kreise der Familie ihres Sohnes Wolfgang, und sie wird von Schwiegertochter Anna umsorgt.

Für die Gemeinde überbrachte Bürgermeister Karl Dürner Glückwünsche, überreichte einen Gutschein sowie die Gemeindemedaille und wünschte weitere gesunde und glückliche Jahre, im Kreise ihrer Familie. Diesen Glückwünschen schlossen sich im Namen der Pfarrei Pfarrsekretärin Rita Bauer sowie die Vorsitzende der Frauengemeinschaft, Gertraud Eschle, an. tf

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