Gemeinde Obertaufkirchen will keinen Bezugsfall schaffen

Der Neubau eines Gartenhauses mit Schwimmbecken und Terrasse in der Mesmeringer Strasse war mit dem Eingabeplan im Jahr 2018 im Gemeinderat genehmigt worden. Nun wurde aber anders gebaut, als im Bauantrag genehmigt worden ist. Das Landratsamt hat eine Baueinstellung veranlasst.

Obertaufkirchen – Dem Gemeinderat lag in der letzten Sitzung der Tekturantrag vor. Bürgermeister Franz Ehgartner (Heimattreue Obertaufkirchen) vertrat die Auffassung, für die anstehenden Änderungen hätten Bauanträge gestellt werden können. Im Besonderen ging es um eine Mauer. Sie war als Natursteinmauer geplant und wurde als Betonwand gebaut. Zwar war sie nicht mehr so hoch, jedoch um neun Meter länger als geplant. Gemeinderat Johann Schwarzenböck (Heimattreue Obertaufkirchen) war der Ansicht, man dürfe hier keinen Bezugsfall schaffen.

Ulrich Stimmer (freie Bürger) fand, es ginge um die Vorgehensweise. Bürgermeister Ehgartner bekräftigte, ein solches Vorgehen zu genehmigen, wäre für alle anderen Bauherren in der Gemeinde ungut. Peter Hartinger (CSU) meinte, „wir haben hier eine stringente Vorgehensweise, wir sollten der Linie treu bleiben.“

Der Gemeinderat kam zu dem Beschluss, sein Einvernehmen zu dem Tekturantrag zu verweigern. Die vorgenommenen Änderungen seien städtebaulich nicht vertretbar und auch im Hinblick auf nachbarliche Interessen, sowie als Bezugsfall nicht mit den öffentlichen Belangen vereinbar. sn

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