Gemeinde Aschau installiert Speichereinheit

Aschau – Die neue Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Gemeindehalle wird um eine Speichereinheit erweitert.

Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Von einer monatlichen Grundlast von etwa 1900 kWh geht die Gemeinde aus. Grundlage dafür war der Monat Mai, in dem die Halle kaum genutzt war. Das ergibt einen Tagesverbrauch von 61 kWh, hochgerechnet ergibt das bei einem Strompreis von 20 Cent pro kWh im Niedertarif Kosten von etwa 4453 Euro pro Jahr, wie Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorrechnete. Sobald wieder mehr Veranstaltungen stattfinden, werde auch der Stromverbrauch steigen. Eine empfohlene Speicherkapazität liege damit bei 76,8 kWh. Kostenpunkt: 65 000 Euro. Damit würde sich der Speicher nach etwa 14,5 Jahren amortisieren.

Andreas Kölbl (AWG) gab zu bedenken, den Speicher am richtigen Ort aufzustellen. Denn mit steigender Temperatur am Aufstellort reduziere sich die Anzahl der Ladezyklen deutlich. „Der Speicher müsse so aufgestellt werden, dass es nicht zu warm ist.“

Bürgermeister Weyrich konnte die Bedenken zerstreuen: Aufgestellt werden soll der Speicher nämlich im Keller der Schule.

Harald Rösler (Bündnis Aschau) war überrascht, dass ein Speicher für die Fotovoltaikanlage Thema im Gremium war. „Wir hatten doch bereits einen Beschluss gefasst.“

Man greife damit das Thema wieder auf, da klare Zahlen vorliegen, sagte Bürgermeister Weyrich. „Wir wollen es jetzt anpacken.“ Der gesamte Gemeinderat steht hinter dieser Anschaffung. Einstimmig beschloss das Gremium, eine Speichereinheit für die neue Fotovoltaikanlage auf der Gemeindehalle zu installieren. hi

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