Es geht um die Gesundheit der Tüßlinger: Kleine Lösung und optimaler Lärmschutz

Beim Ortstermin in Tüßling versprach CSU-Bundestagsabgeordneter in Sachen Lärmschut das Bestmögliche für die Anwohner entlang der Bahnstrecke herauszuholen.
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Beim Ortstermin in Tüßling versprach CSU-Bundestagsabgeordneter in Sachen Lärmschut das Bestmögliche für die Anwohner entlang der Bahnstrecke herauszuholen.

Klare Aussagen des CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer beim Ortstermin in Tüßling. So reagiert das Eisenbahn-Bundesamt auf die Forderungen Mayers

Tüßling – Klare Worte fand Staatssekretär Stephan Mayer bei einem Bahn-Ortstermin in Tüßling. Der CSU-Heimatabgeordnete betonte laut einer Pressemitteilung aus dem Wahlkreisbüro der CSU: „Gerade wegen der sehr konstruktiven Haltung der Gemeinde Tüßling beim notwendigen und wichtigen Bahnausbau bin ich der festen Überzeugung, dass wir nichts gegen den ausdrücklichen Willen der Gemeinde Tüßling machen.“ Bei der sogenannten „Tüßlinger Kurve“ kündigte Mayer daher die von der Gemeinde Tüßling favorisierte kleinen Lösung an. Auch beim Lärmschutz werde er, so Stephan Mayer, „das Bestmögliche für die Anwohner erreichen“. Optimalen Lärmschutz müsse es auch an Bestandsstrecken, zum Beispiel im Gemeindebereich Tüßling, geben.

Angeregt hatte den Ortstermin die CSU-Gemeinderatsfraktion mit ihrem Sprecher Tobias Rollig. Beim Gespräch nahe der künftigen Bahntrasse führte Mayer gegenüber Bürgermeister Helmut Wittich und dem geschäftsleitenden Beamten der Marktgemeinde Ernst Gallhauser aus, dass die Tüßlinger Kurve eine wichtige Verbindungsachse für den Bahnverkehr sei, der direkt von Burghausen in Richtung Freilassing geleitet wird. „Die Güterverkehre aus dem Chemiedreieck müssen damit nicht mehr zum Bahnhof Mühldorf und zurück nach Tüßling geführt werden.“

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Bereits geführte Gespräche mit Vertretern der Deutschen Bahn und der DB Netz AG hätten laut Mayer ergeben, dass auch die Bahn nun die kleine Lösung favorisiert. „Entschieden wird in wenigen Wochen im Bundesverkehrsministerium in Berlin und im Eisenbahn-Bundesamt in Bonn“, informierte dazu der CSU-Abgeordnete.

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Lärmschutz auf der ABS 38: Mayer Nachbesserungen im Rahmen der anstehenden Elektrifizierung

Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Heimatabgeordnete beim Lärmschutz für die Anwohner auch auf der gesamten Bestandstrasse der ABS 38. In einem Schreiben an den Präsidenten des Eisenbahn-Bundesamtes Gerald Hörster fordert Mayer Nachbesserungen im Rahmen der anstehenden Elektrifizierung. In Kombination mit steigendem Güterverkehr, höheren Bahngeschwindigkeiten sowie Neubauten wie der Tüßlinger Kurve oder auch der Ausbau Piracher Berg sei nach seiner Ansicht die Aufnahme in die sogenannte Lärmvorsorge des Bundesimmissionsgesetzes unabdingbar.

Ernsthafte Belastung des Alltags und der Gesundheit

„Für die Menschen an Bahnstrecken ist der zunehmende Lärm keine ärgerliche Belästigung, sondern eine ernsthafte Belastung des Alltags und der Gesundheit. Deshalb will ich hier etwas ändern.“

Der Präsident des Eisenbahn-Bundesamtes habe laut Mayer eine Prüfung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Elektrifizierung zugesagt. Hörster habe betont, dass die ab Dezember gesetzlich vorgeschriebene Umrüstung der Güterwagen von Grauguß- auf Verbundbremssohlen erste Entlastungen bringen werde. gö

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