Gegenkandidatin für Dr. Tobias Windhorst: Gitti Gruber wirft ihren Hut in den Ring

Die Freien Wähler wollen Gitti Gruber auf dem Bürgermeisterstuhl in Töging sehen. Becker

Vorstand der Töginger Freien Wähler will Brigitte Gruber als Bürgermeisterin. Die designierte Kandidatin soll am 6. November nominiert werden, sie wirbt aber schon jetzt für eine Begegnungsstätte am Rathaus

Töging – Auf ihrer Vorstandssitzung beschlossen die Töginger Freien Wähler am Montagabend, mit der bisher partei- und fraktionslosen Brigitte Gruber in den Kommunalwahlkampf zu gehen. „Wir haben schon länger gut zusammengearbeitet“, erklärt Stadtrat Alexander Wittmann diese Entscheidung. Auch FW-Stadtrat Josef Neuberger freut sich darüber, „dass sich die „Gitti“ zur Verfügung stellt!“.

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Bei der offiziellen Nominierungsveranstaltung am 6. Dezember 19.30 im Töginger Müllerbräu könnte Brigitte Gruber, sofern sich kein anderer Kandidat mehr zur Verfügung stellt, zur Spitzen- und Bürgermeisterkandidatin der FW Töging werden.

Die 58-Jährige Finanzwirtin, die 2002 zum ersten Mal in den Töginger Stadtrat einzog, kümmert sich seither um das Kulturreferat. Zahllose Ausstellungen hat sie im Rathaus seither auf die Beine gestellt und sie engagiert sich auch darüber hinaus für ihre Heimatstadt: Vorsitzende des Schi-Clubs, Revisorin bei den Kleintierzüchtern und auch sonst sorgt die Mutter eines 18-jährigen Sohnes für einige Bewegung in Töging.

2002 für die SPD in Wahlkampf gezogen

Politisiert hat sich die in Mühldorf geborene Personalratschefin des Mühldorfer Finanzamtes seinerzeit bei den Sozialdemokraten, für die sie 2002 auch in den Wahlkampf und den Stadtrat zog. Bei den Wahlen vor sechs Jahren war sie dann aus der Fraktion ausgetreten und 2015 schließlich auch aus der SPD: „Es hat einfach nicht mehr gepasst!“, erklärt die 58-Jährige gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger.

Trachtler hatten ihren Namen schon beim Derbecken ins Spiel gebracht

Ihre vermeintlich enge Verbundenheit zu den Freien Wählern und eine mögliche Kandidatur um das Bürgermeisteramt hatte die „Bunte Bühne“ des GTEV Edelweiß im Frühjahr zum ersten Mal beim Derblecken auf dem Töginger Starkbierfest ins Spiel gebracht. Doch aus den Mutmaßungen wurde jetzt schließlich ernst: „Ich musste das vielfach dementieren“, rekapituliert die unverheiratete Frau. Doch weil das Feedback auf diese „Schnapsidee“ hin durchweg positiv gewesen sei und zudem ihre Familie mit ihrem langjährigen Lebenspartner sie auch voll hinter ihr stehen, wagt sie nun den Schritt: „Why not? Die Zeit ist reif für eine Bürgermeisterin!“, meint die Kommunalpolitikerin verschmitzt.

„Drei Kandidaten besser als zwei!“

„Drei Kandidaten sind besser als zwei!“, meint die Stadträtin, die sich selbst als hoch motiviert bezeichnet. Im Rathaus würde unter ihrer Ägide mehr Transparenz geübt und die Bürger sollen mehr zu Wort kommen. So könnte es zweimal im Monat feste Bürgersprechstunden geben, an denen sich die Bürgermeisterin Zeit für die Anliegen der Töginger nähme. Zwar liefe es schon jetzt in Töging recht gut, aber es ginge noch besser: „Bürgermeister Tobias Windhorst hat gut vorgearbeitet!“, erklärt die seit Montagabend designierte Kandidatin.

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Dennoch sei es nun an der Zeit, beispielsweise die in den vergangenen Jahren mit dem Stadtrat getätigten Grundstückskäufe zu verwerten. Ein großes Anliegen sei der designierten Kandidatin aber auch, dass am Rathausplatz eine „Begegnungsstätte mit Gastronomie“ an Stelle der ehemaligen Polizeidienststelle entsteht; hier war stattdessen auch bereits der Abriss des nicht mehr sanierbaren Gebäudes und die Anlage eines Parks im Gespräch.

Jedoch sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, ins Detail zu gehen, schließlich bedeute Bürgernähe ja auch, dass sich Interessierte beispielsweise bei der offiziellen Nominierungsveranstaltung auch weiter einbringen können.

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