Weg für Fusion frei gemacht: VR Banken in der Region werden zu marktbestimmendem Geldhaus

So sieht der Vorstand der neuen, fusionierten Bank aus: Franz Hofmann, Reinhard Frauscher, Hubert Kamml, Wolfgang Altmüller, Aufsichtsratsvorsitzender Peter Schacherbauer, Anton Lischka zusammen mit Wirtschaftsprüfer Peter Krüper
  • Markus Honervogt
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Die Vertreter der VR Altötting-Mühldorf haben bei einer virtuellen Versammlung für den Zusammenschluss mit VR Bank Rosenheim-Chiemsee gestimmt. Mit fast neun Milliarden Euro Bilanzsumme entsteht die größte Bank in der Region

Altötting/Mühldorf/Rosenheim – Die Vertreterversammlung der VR meine Raiffeisenbank Altötting Mühldorf hat der Fusion mit der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit kann der Vorstand der VR meine den Zusammenschluss weiter vorantreiben. 251 Vertreter stimmten in der 115. ordentlichen Vertreterversammlung für den Zusammenschluss, das sind nach Angaben der VR Bank 95,1 Prozent.

Vertreter entscheiden erstmals Online

„Dieser Tag wird in die genossenschaftliche Geschichte eingehen“, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Altmüller, „eine Verschmelzung auf der Tagesordnung einer digitalen Vertreterversammlung in dieser Dimension hat es noch nicht gegeben!“. Gleichzeitig bedankte sich Altmüller bei allen Vertreterinnen und Vertretern für die außerordentlich hohe Beteiligung von 91 Prozent an der diesjährigen Vertreterversammlung und „den großartigen Vertrauensbeweis“.

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Ende September soll es zur technischen Verschmelzung der Systeme beider Häuser kommen und das Geschäftsgebiet der fusionierten meine Volksbank Raiffeisenbank eG sich über die Landkreise Altötting, Miesbach, Mühldorf, München, Rosenheim und Traunstein erstrecken.

Peter Schacherbauer, Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft, zeigte sich begeistert von dem Votum der Vertreter zur Verschmelzung. „Es war großartig, diese Versammlung mitzuerleben und ich bin mir sicher, dass sich die Verschmelzung positiv auf die Kunden unserer Bank, die Mitarbeiter und die gesamte Heimatregion auswirken wird.“

Altmüller bleibt Vorstandsvorsitzender

Altmüller, der im neuen Bankhaus ebenfalls Vorstandsvorsitzender sein wird, verwies noch einmal darauf, dass durch die Bündelung der Stärken beider Häuser die zunehmende Regulatorik, die steigenden Eigenkapitalanforderungen, die zunehmende Digitalisierung und das Niedrigzinsumfeld besser gemeistert werden könnten.

„Wir verschmelzen uns aus der Stärke heraus, um auch in Zukunft für unsere Kundinnen und Kunden ein verlässlicher Partner zu sein“, so Wolfgang Altmüller. Auch mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 zeigte sich der Vorstandsvorsitzende mehr als zufrieden.

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Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte die Bank ihre starke Präsenz im Kundengeschäft laut Altmüller in der Region weiter ausbauen. Die Bilanzsumme stieg um 160 Millionen Euro auf rund 3,75 Milliarden Euro an. „Eine unserer Hauptaufgaben ist die Versorgung unserer Heimatregion mit Krediten“, betonte Altmüller.

So hat die Bank 2,7 Milliarden Euro an Krediten und damit 7,1 Prozent mehr als 2018 ausgegeben. Im gleichen Zeitraum vertrauten die Kunden der Genossenschaft 2,9 Milliarden Euro an Einlagen an. „Gerade in Zeiten wie diesen wissen wir, dass Sie mit Ihrem Votum, den Jahresüberschuss der vergangenen Jahre dem Eigenkapital zuzuweisen, alles richtig gemacht haben“ sagte der Vorstandsvorsitzende.

Neue Bank hat 1.238.322 Mitglieder

Das Eigenkapital betrug 482 Millionen Euro und damit 43 Millionen mehr als 2018. 1,23 Millionen Euro gab die Bank an Spenden für Vereine und Institutionen sowie Sponsoring in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Sport hat die VR meine Raiffeisenbank weiter.

Die neue Bank wird eine Bilanzsumme von knapp neun Milliarden Euro und 123 822 Mitglieder haben. Sie beschäftigt 1309 Mitarbeiter und 98 Filialen.

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