Faszinierende Bilder

Der Frost ist zurück: Dampfender Inn und Seifenblasen aus Eis in Mühldorf

„Hat etwas von Salvador Dali“, findet Lesereorter Rudolf Mayer, der dieses Bild in den frühen Morgenstunden am Hammerbach beim sogenannten Sauloch in Mühldorf geschossen hat.
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„Hat etwas von Salvador Dali“, findet Lesereorter Rudolf Mayer, der dieses Bild in den frühen Morgenstunden am Hammerbach beim sogenannten Sauloch in Mühldorf geschossen hat.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Der niedrigste Wert des noch jungen Jahres: Das Thermometer fiel am Freitag auf minus 16,7 Grad Celsius – bizarre Eisgebilde locken Fotografen auf die Motivjagd.

Mühldorf – Die Kreisstadt als Gefriertruhe: Eiseskälte, die sich noch kälter anfühlt wegen des eisigen Ostwindes, hält den Landkreis aktuell in ihrem Würgegriff. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Natur bereits anschickte, sich auf den Frühling einzustellen. Vielerorts trieben bereits Winterlinge, spitzten schon Schneeglöckchen aus der Erde. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass vor einer Woche, am 5. Februar,laut Meteostat bereits 10,9 Grad Celsius an der Wetterstation in Mühldorf gemessen worden sind.

Bei zweistelligen Minusgraden gefrieren auch Seifenblasen. Die Technik: Einen Strohhalm in die Lauge tunken, eine Blase pusten, dann fotografieren.

25 Grad Celsius Temperaturunterschied

Doch mit der Polarluft kehrte die Eiseskälte zurück, das Thermometer fiel in der Nacht zum 12. Februar um mehr als 25 Grad auf minus 16,7 Grad Celsius. Den Tiefstwert dieses Jahres bis dato hatte der 10. Januar inne, als minus 13,7 Grad Celsius gemessen worden sind. Zum Vergleich: Der tiefste Wert, der im gesamten vergangenen Jahr gemessen worden ist, lag bei gerade mal minus 7,6 Grad Celsius am 2. April.

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Sonnenaufgang am Inn. Matthias Ettinger war nicht nur Frühaufsteher, sondern musste auch warm angezogen sein, um dieses Bild am Inn bei Mühldorf zu schießen.

Der Februar 1929 war der eisigste Februar-Monat des 20. Jahrhunderts

Die kältesten Temperaturen im Winter werden häufig erst im Februar beobachtet wie es bei Wetterkontor.de heißt. So wurde auch die bisher tiefste je in Deutschland gemessene Temperatur in einem Februar erreicht, und zwar am 12. Februar 1929 in Hüll (Kreis Pfaffenhofen/Ilm) in Niederbayern. Das Quecksilber ging damals auf bisher nie wieder erreichte minus 37,8 Grad zurück.

Unser Mühldorfer Lesereporter Rudolf Mayer fing den dampfenden Inn bei Tag ein. Weißglitzern die eisigen Äste der Bäume, im Hintergrund die Nikolauskirche.

Der Februar 1929 war der eisigste Februar-Monat des 20. Jahrhunderts und dieser Winter insgesamt so kalt, dass sogar der Rhein an vielen Stellen gefror, wie es auf der Wetterseite heißt.

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Ein strahlender Sonntag lockt die Sonnenhungrigen nach draussen

Am Samstagmorgen am Oberhofener Berg, hatte Lesereporter Rudolf Mayer diese seltene Begegnung mit einem Fuchs, der nur zehn Meter entfernt war.

Immerhin: Trotz Eiseskälte herrschte Sonnenschein. Ausflügler nutzten das Wochenende, um die Schlittschuhe wieder auszupacken und auf zugefrorenen Seen Kreise zu ziehen. Mit dem Fotoapparat in der Hand begaben sich viele auf Motivjagd, und das mit teilweise bizarren Ergebnissen. Mit eisigen Seifenblasen bis zum dampfenden Inn.

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