Frösche und Kröten sind unterwegs

Ein Krötenpaarhat sich auf den Weg gemacht. Bund

Mühldorf. – Ungewöhnlich früh lockt der milde Winter die Amphibien aus ihren Winterverstecken.

In den letzten regnerischen Nächten waren insbesondere Grasfrösche im Landkreis Mühldorf unterwegs.

Bald werden an wichtigen Wanderstrecken Amphibienzäune an Straßen aufgestellt, doch vielerorts queren die Tiere auf dem Weg zu den Laichgewässern ungesicherte Straßenabschnitte. In den nächsten Wochen werden wieder viele ehrenamtlich Aktive des Bund Naturschutz an Straßenrändern unterwegs sein, Fangzäune kontrollieren und die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite bringen. Der Bund Naturschutz bittet alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme: „Bitte befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Amphibienzäunen, achten Sie auf die Helfer und reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind“, appelliert Eva Grabbe-Tkocz, die als Leiterin der Bund-Naturschutz Geschäftsstelle den Einsatz der Helfer koordiniert. Die Helfer stellen fest, dass frühere Allerweltsarten, wie der Grasfrosch, vielerorts seltener in den Fangeimern zu finden sind.

Um die Bestände zu retten, müsse der Rückgang von feuchten Wiesen und Weiden in Bayern gestoppt werden. „Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber der Rückgang der Insekten macht ihnen schwer zu schaffen: Hauptnahrung der Amphibien sind Insekten! Auch der Einsatz von Pestiziden trägt zum allmählichen Verschwinden unserer Kröten, Frösche und Molche bei.

Darum ist es wichtig, dass die Inhalte des Volksbegehrens zur Artenvielfalt umgesetzt werden“, so Professor Dr. Kai Frobel, Artenschutzreferent des Bund Naturschutz.

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