Freie Fahrt für Lohkirchener und Schönberger: Isenbrücke bei Stenging wieder befahrbar

Beim Durchschneidendes Eröffnungsbandes: Mettenheims Bürgermeister Stefan Schalk, Vikar Pjotr Wandachowicz, CSU-Heimatabgeordneter Dr. Marcel Huber, Landrat Georg Huber und Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Stocker (von links). Rath

Im Jahre 2018 ergab eine regelmäßige Überprüfung, dass die Standsicherheit und Dauerhaftigkeit der bereits auf 7,5 Tonnen beschränkten Brücke nicht mehr gewährleistet war. Der TÜV forderte die umgehende Sperrung des Bauwerks, die im August 2018 erfolgt war. Somit war ein Neubau erforderlich.

Mettenheim – Die Isenbrücke bei Stenging verbindet auf der Kreisstraße MÜ 6 die beiden Ortschaften Mettenheim und Gumattenkirchen, eine wichtige Verbindung zwischen dem nordwestlichen Landkreis und der Kreisstadt Mühldorf.

Vor allem die Bürger aus Lohkirchen und Schönberg mussten im Zuge der Baumaßnahme erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Im Dezember 2019 konnte das neue Brückenbauwerk für den Verkehr freigegeben werden. Die Brücke besitzt eine Stützweite von 27 Metern. Im Norden hat sie eine Anschlusslänge von 250 Metern, im Süden beträgt diese 350 Meter. Mit dem Neubau der Brücke wurden die Quergefälle der Fahrbahn verbessert und die Fahrbahnbreite auf 6,50 Meter ausgedehnt. Die Beschränkung auf 7,5 Tonnen wurde aufgehoben und die Verkehrssicherheit deutlich verbessert. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Jetzt erfolgte die Einweihung, die Vikar Pjotr Wandachowicz vornahm. Er wünschte, dass die Brücke für alle, die sie benützen, ein sicherer Übergang sein möge. Sie solle die Wege erleichtern.

Landrat Georg Huber ließ die Planungen noch einmal Revue passieren: Nach dem Erwerb der nötigen Flächen, summa summarum 3500 Quadratmeter, hätten die Planungen für den Neubau begonnen, durchgeführt vom Ingenieurbüro Behringer aus Mühldorf. Die Kosten betrugen etwa zwei Millionen Euro, von denen knapp 50 Prozent vom Freistaat Bayern übernommen wurden. Die Firma Berger aus Passau führte die Baumaßnahmen durch.

Im Alter treten auch mal Gebrechen auf

Der Landtagsabgeordnete Dr. Marcel Huber verglich Bauwerke mit Menschen. Kommen sie ins Alter, treten Gebrechen auf. Gerade der Landkreis Mühldorf, mit mehr als 800 Quadratkilometern ein Flächenlandkreis, hätte viele Bauwerke zu betreuen, bei einigen bestehe eben der Bedarf an Erneuerung.

Im Fall der Stenginger Brücke habe der Landkreis Mühldorf Glück gehabt, weil Förderprojekte des Freistaats finanziell zurückgefahren werden: Um mehr Bauprojekte subventionieren zu können, würden die Förderkosten von staatlicher Seite nur mehr 40 Prozent betragen. Was dies ausmacht, kann sich bei einer Summe von zwei Millionen Euro jeder selbst ausmalen.

Bürgermeister Schalk fürchtet mehr Durchgangsverkehr in Gumattenkirchen

Mettenheims Bürgermeister Stefan Schalk betonte, dass ihn beim Grunderwerb schon gelegentlich der Mut verlassen habe. Aber das hervorragende Team des Landratsamtes habe alles bestens erledigt. Jetzt sieht er nur mehr ein Problem: In Gumattenkirchen wird der Durchgangsverkehr steigen.

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