First Responder-Einheit der Feuerwehr Ranoldsberg bekommt Fahrzeughalle mit Lagermöglichkeit

Fahrzeug und Ausrüstung der First Responder-Einheit im Einsatz. Der Gemeinderat stimmte dem Bau einer Fahrzeughalle beim Feuerwehrhaus in Ranoldsberg zu. Eß
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Fahrzeug und Ausrüstung der First Responder-Einheit im Einsatz. Der Gemeinderat stimmte dem Bau einer Fahrzeughalle beim Feuerwehrhaus in Ranoldsberg zu. Eß

Die First Responder-Einheit der Feuerwehr Ranoldsberg bekommt eine Lagerhalle. Sie braucht ein Gebäude, wo sie Ausrüstung und Einsatzkleidung lagern und ihr Einsatzfahrzeug einstellen kann. Der Marktgemeinderat hat einstimmig grünes Licht für den entsprechenden Bauantrag gegeben.

Buchbach – Die First Responder-Einheit besteht aus qualifizierten Ersthelfern, die bei Notfällen die Erstversorgung übernimmt. Das heißt, sie überbrücken die Zeit, bis qualifizierte Hilfe eingetroffen ist. Die Ersthelfer sind speziell ausgebildete Kräfte, in erster Linie der Feuerwehr. Sie werden bei Notarzteinsätzen alarmiert, um die Erstversorgung zu übernehmen, weil sie schneller am Einsatzort vor Ort sind.

Derzeit gehören zehn Bürger aus Ranoldsberg und Umgebung zur First Responder-Einheit. Sie wurden im vergangenen Jahr zu rund 85 Einsätzen gerufen. Die Einheit leistete dabei rund 170 Einsatzstunden und 44 Übungsstunden. Der größte Teil der Einsätze sind Unfälle im häuslichen Bereich.

Wertvolle Hilfe, bis der Notarzt kommt

Die durchschnittliche Zeit zwischen Alarmierung und dem Ausrücken der First Responder-Einheit liegt bei drei Minuten, sagt Kommandant und Leiter der Einheit, Michael Lanzinger. Nach etwa sieben Minuten trifft das Team bei den Verletzten ein und kann dort wertvolle Hilfe bis zum Eintreffen des Notarztes leisten, was durchaus bis zu 20 Minuten dauern kann.

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Seit der Gründung der Einheit im April 2014 wurde die Einheit zu etwa 420 Einsätzen gerufen. Das Einsatzgebiet umfasst die Gemeinden Buchbach und Oberbergkirchen sowie die Gebiete der ehemaligen Gemeinden Salmanskirchen, Stefanskirchen und Walkersaich. Die First Responder-Einheit ist ehrenamtlich organisiert und auf Spenden angewiesen. Im vergangenen Jahr waren, wie Kassier Franz Eglsoer bei der Jahresversammlung ausführte, insgesamt 6750 Euro Finanzmittel zum Betrieb der Einheit erforderlich.

Die Ersthelfer sind mit einem gebrauchten Land Rover bei den Einsätzen unterwegs, der Platz für vier Personen und die umfangreiche Ausrüstung bietet. Da sind unter anderem Verbandsmaterial, ein Defibrilator, Sauerstoff, eine Halskrause oder verschiedene Messegräte dabei. Und das Ganze auch noch mal in Kindergröße.

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Bisher waren das Fahrzeug und die Ausrüstung in einer privaten Garage untergebracht. Doch das wird sich jetzt ändern. Beim Gerätehaus der Feuerwehr Ranoldsberg soll eine Fahrzeughalle angebaut werden. Franz Stoiber vom technischen Bauamt stellte im Marktgemeinderat die Planung vor. Dabei war eine Schwierigkeit, dass die Sichtverhältnisse auf der angrenzenden Staatsstraße nicht beeinträchtigt werden dürfen. Doch Stoiber informierte, dass die Polizei keine Bedenken hat. Er meinte aber auch: „Mehr geht jetzt auf dieses Grundstück nicht mehr drauf“.

Der Anbau hält die Baugrenzen nicht ein und die Dachneigung entspricht auch nicht den Vorgaben des Bebauungsplanes. Allerdings hatten die Marktgemmeinderäte kein Problem, hier eine Befreiung von den Vorgaben zu erteilen.

Keine Aussage wurde in Sachen Kosten gemacht. Allerdings kann die Marktgemeinde auf die 60 000 Euro zurückgreifen, die sie bei dem Wettbewerb „Heimatdorf 2019“ gewonnen hat (wir berichteten).

In diesem Jahr muss noch etwas passieren

Buchbach ist eine von zwei Gemeinden in Bayern, die mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. 60 000 Euro hat sie dafür bekommen; allerdings muss sie innerhalb eines Jahres eine geeignete Verwendung präsentieren, die den Vorgaben des Gütesiegels entspricht.

Das trifft auf die Fahrzeughalle der First Responder-Einheit zu.

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