Finanzlage ist in Obertaufkirchen nicht dramatisch

Gut gewirtschaftet hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren. Daher konnte sie den Schuldenstand Jahr für Jahr reduzieren. Gemeinde Obertaufkirchen

Ein großes Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung war der aktuelle Haushaltsplan. Kassenleiterin Christine Godl stellte den Verwaltungshaushalt 2020 vor. Kämmerer Erich Marsmann erläuterte den Vermögenshaushalt 2020, die Finanzplanung bis 2023 und den Investitionsplan bis 2023.

Obertaufkirchen – Der Verwaltungshaushalt umfasst 3,9 Millionen, der Vermögenshaushalt 5 Millionen. Das ergibt ein Haushaltsvolumen von beinahe neun Millionen Euro für das Jahr 2020.

Änderungen bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts sind zum Beispiel, dass durch die Pandemie bei den Kommunalwahlen mehr Wahlhelfer gebraucht wurden. Auch der arbeitsmedizinische Dienst war im Aufwand höher.

Bei den Einnahmen des Verwaltungshaushaltes wird mit einem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen von 25 Prozent gerechnet. Dies sei realistisch geschätzt, so Bürgermeister Franz Ehgartner. Die Kurzarbeit in verschiedenen Betrieben werde sich ebenso bemerkbar machen. Auch die Einkommenssteuer werde einbrechen.

Entnahme aus dem Vermögenshaushalt notwendig

Bisher konnte so verfahren werden, dass aus dem Verwaltungshaushalt Geld in den Vermögenshaushalt zugeführt wurde. Dieses Mal wird es den Sonderfall geben, dass Geld aus dem Vermögenshaushalt entnommen werden muss. Es sind 111 300 Euro, die zum Ausgleich des Verwaltunghaushalts gebraucht werden. Es bestehe aber kein Grund zur Sorge. Die Rücklagen der Gemeinde sind mit 4,6 Millionen Euro aus 2019 derzeit noch hoch, so Kämmerer Marsmann.

Bürgermeister Ehgartner sagte dazu, „zurzeit geht es der Gemeinde gut. Sie hat ein solides Fundament erwirtschaftet. Die Lage ist nicht dramatisch.“

Den Vermögenshaushalt für die 2597 Einwohner zählende Gemeinde, stellte Kämmerer Erich Marsmann vor. Die größten Einnahmeposten liegen im Verkauf von Grundstücken und in verschiedenen Zuschüssen, wie zum Beispiel für den Bau der Kinderkrippe.

Schuldenentwicklung zeigt, dass gut gewirtschaftet worden ist

Die größten Ausgabeposten sind der Bau der Kinderkrippe, das geplante Feuerwehrhaus an der Ausfahrt der A 94 und der barrierefreie Zugang zum Rathaus. Das gut gewirtschaftet wird, sieht man auch an der Schuldenentwicklung, die seit mehreren Jahren rückläufig ist.

Wenn man die Schulden den Rücklagen gegenüberstellt, so sind die Schulden geringer als die Rücklagen. Die Gemeinde verfügt zudem über Vermögen an Bauland und landwirtschaftlichen Grundstücken.

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