Fernwärme spart 445000 Liter Heizöl

Engelsberg – Geschäftsführer Christian Blickbernd von der Fernwärme Engelsberg GmbH stellte bei der Bürgerversammlung die Zahlen des Wirtschaftsjahres vor und gab einen kurzen Ausblick auf die neuen Preise.

Das Fernwärmenetz in Engelsberg ist 8,69 Kilometer lang. In diesem Jahr fand kein Ausbau statt, allerdings wurden acht neue Hausanschlüsse realisiert, so dass mittlerweile 203 Kunden am Fernwärmenetz angeschlossen sind.

Für die Neuanschlüsse entstanden Kosten von rund 85 500 Euro. Die erhoffte Netzdichte schreitet voran, so Blickberndt, was sich positiv auf die Rentabilität auswirke. Die Fernwärme hat bis Ende Oktober rund 4,6 Millionen Kilowattstunden Wärme produziert, 400 000 mehr als im Vorjahr. Die produzierte Wärmemenge wurde in 2019 zu 82 Prozent (Vorjahr 78 Prozent) durch Holzhackschnitzel erzeugt, 15 Prozent (Vorjahr 17 prozent) durch Biogas sowie 3,2 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent) durch Heizöl.

Dadurch hat Engelsberg rund 445 000 Liter (Vorjahr 404 000) weniger Heizöl verbraucht und somit 1410 Tonnen (Vorjahr 1300 Tonnen) Kohlendioxid (CO2) eingespart. Blickberndt machte auf die Vorteile der Fernwärme aufmerksam, vor allem im Hinblick auf den steigenden Ölpreis. Der Preisanstieg für die Fernwärme für das kommende Jahr werde sowohl im „Bestand“ als auch im Versorgungsgebiet Engelsberg-Süd II weniger als zwei Prozent betragen.

Nach einem Verlust von 110 000 Euro im Vorjahr, geht er auch in diesem Jahr von einem ähnlichen Verlust aus. Dies sei vor allem den hohen Abschreibungen geschuldet. Damit kam der Geschäftsführer der Fernwärme Engelsberg GmbH zum Thema Rücklauftemperatur. Vertraglich sind maximal 55 Grad vereinbart, jedoch würden sich nicht alle Wärmekunden daran halten. Eine erhöhte Rücklauftemperatur benötigt deutlich mehr Wasser und Energie, da müsse besser zusammengearbeitet werden, so Blickberndt. Die Fernwärmekunden sollten ihre Rücklauftemperatur überprüfen und bei einer Erhöhung mit der Fernwärme Kontakt aufnehmen, um diese zu senken.

Im Jahr 2020/21 laufen die ersten Verträge aus, derzeit laufen Überlegungen, die Verträge neu zu gestalten. 2020 wird mit den Erschließungsmaßnahmen im neuen Baugebiet „Am alten Kirchenweg“ begonnen. Auch die Fernwärme werde daran beteiligt sein. Damit würden 30 neue Hausanschlüsse entstehen und das Fernwärmenetz sich auf 9,58 Kilometer verlängern.

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