Fast alle Kinder bleiben zu Hause

Mühldorf/Waldkraiburg. – „Lotti Karotti“ statt Abc hieß es an der Grundschule Mößling.

Vier Kinder waren laut Schulleiterin Beate Waldinger-Keindl gekommen und dazu Lehrer, die in der Nähe wohnen. „Es ist wunderschön“, freute sich die Rektorin über einen Tag voller Spiele und Lieder für Kinder und Lehrer statt des normalen Unterrichts.

In der Grundschule Mühldorf blieben Schulleiter Martin Wiedenmannott und seine Lehrer allein: keine Kinder, der Sturm bescherte dem sonst so lebendigen Haus einen ungewohnt ruhigen Tag.

Ähnlich ruhig war es auch an den Waldkraiburger Mittelschulen und an der Dieselgrundschule: Lehrer waren zwar da, um eine Notbetreuung zu gewährleisten, Schüler sind aber keine gekommen. Mit Spielen und Lesen wurde der Vormittag an der Beethoven-Grundschule für ein Kind gestaltet. Immerhin drei Kinder waren es an der Goethe-Grundschule. „Wir hatten einen Notdienst, aber der Hort war so freundlich, die Schüler aufzunehmen, die nachmittags ohnehin immer im Hort sind“, sagt Rektorin Ruth Linsmeier.

Schulamtsleiter Hans Wax bestätigt die Einschätzung der Schulleiter. Weil alle Schulen geschlossen blieben, war es in den Gebäuden sehr ruhig. „Wir haben zwar Betreuungsmöglichkeiten in Schulen angeboten, diese wurden aber nur sehr gering in Anspruch genommen“, sagte er. hon/hi/sb

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