Fasching gibt es nur vielleicht - Mühldorfer Vereine planen trotz Corona für 2021

Ein fast unvorstellbares Szenario: Menschen dicht an dicht beim Faschingszug. Die Mühldorfer Vereine planen für die Saison 2020/2021, auch wenn völlig offen ist, was wegen der Corona-Krise erlaubt sein wird.
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Ein fast unvorstellbares Szenario: Menschen dicht an dicht beim Faschingszug. Die Mühldorfer Vereine planen für die Saison 2020/2021, auch wenn völlig offen ist, was wegen der Corona-Krise erlaubt sein wird.

Die Corona-Pandemie dauert an und bedroht jetzt auch den Fasching. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn denkt laut über deine Absage nach, die Mininsterpräsidenten diskutieren. Die Mühldorfer Faschingsvereine handeln, allen voran die Stadt. Ihre Planungen laufen weiter. Allerdings ziehen sie eine klare Grenze.

Mühldorf – Bunte Schminke, schrille Verkleidungen, laute Musik und ausgelassene Stimmung: Der Fasching ist für viele die schönste Zeit im Jahr. Der Gesundheitsmininster ist zumindest für heuer und das kommende Frühjahr wegen der Corona-Pandemie dagegen, in anderen Städte gibt es bereits Absagen. In Mühldorf laufen die Planungen – noch.

Sandra Zellhuber, Präsidentin der Inntalia Mühldorf sagt: „Momentan planen wir ganz normal. Alle Trainings der Garden finden statt, wenn auch unter Auflagen.“ Die Dauer der Übungsstunden sei gekürzt worden, zudem gebe es Online-Unterricht. „Die Mitglieder bekommen Videos mit den Tanzschritten zugeschickt und können sie dann Zuhause üben.“ Wenn das Wetter mitspielt, finden auch draußen Trainingsstunden statt.

Suche nach dem Prinzenpaar läuft

„Die Suche nach einem Prinzenpaar läuft auch schon.“, verrät die Präsidentin. Ob das Paar am 11.11. um 11.11 Uhr vorgestellt werde, sei momentan noch genauso unsicher wie die anderen Faschingsveranstaltungen. „Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt, sagen kann man im Moment noch gar nichts.“

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Auch beim ESV ist man sich noch nicht darüber im Klaren, inwiefern ein Faschingsball stattfinden wird. Zweiter Vorstand des Eisenbahner-Konfetti-Clubs (EKC) Uwe Ruprecht meint: „Dauernd hört man von der Politik, dass der Fasching vielleicht ganz ausfallen könnte.“ Trotzdem sei der EKC schon in den Vorbereitungen für den jährlichen Ball am Faschingssamstag. „Die Kapelle ist gebucht und auch die Dekorationen beschaffen wir lieber frühzeitig.“

Nur bei den Shows und Einlagen habe man noch nichts geplant. „Alles ist abhängig von den Auflagen. Aber auf der Tanzfläche und in der Bar kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Mindestabstand von 1,50 Meter funktioniert.“ Generell sei es schwierig.

Derzeit ist alles offen

Für ESV-Vorstand Hans Schaffer ist klar: „Wir werden sicher kein Risiko eingehen. Wenn die Stadt oder das Landratsamt den Ball verbiete, dann ist das keine Debatte, dass er ausfallen wird.“

Die Stadt Mühldorf lässt noch offen, ob Veranstaltungen wie der Stadtball und der Faschingszug durchgeführt werden können. „Darüber derzeit eine Aussage zu treffen, ist völlig unmöglich“, sagt Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl.

Die Veranstaltungen werden natürlich geplant, Schutz- und Hygienekonzepte vorbereitet, ob sie allerdings durchgeführt werden können, sei mehr als fraglich. „Zuschauer dicht an dicht beim Faschingszug, das wird es sicher nicht geben können, solange die Covid-19-Pandemie nicht überwunden ist.“

Mehr Menschen? Unvorstellbar

Aktuell sind laut Hetzl Veranstaltungen mit 200 Gästen ohne Platzzuweisung erlaubt, in Innenräumen mit 100 Menschen. „Ob diese Vorgaben im Herbst und Winter aufgeweicht werden, wage ich zu bezweifeln,“ sagt Hetzl.

In Mühldorf fiel bereits in diesem Jahr der Faschingszug wegen einer Sturmwarnung aus. Die Stasdt sagte ihn wenige Stunden vorher ab.

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