Den ersten Einsatz schon absolviert

Fahrzeug soll Engelsberger Feuerwehr beim Dienst an den Nächsten unterstützen

Pfarrer Hans Speckbacher Pastoralassistent Nathanael Hell bei der Segnung des neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr, das bereits seinen ersten Einsatz hinter sich hat.
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Pfarrer Hans Speckbacher Pastoralassistent Nathanael Hell bei der Segnung des neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr, das bereits seinen ersten Einsatz hinter sich hat.

Viel Zeit und Mühe haben die Mitglieder der Feuerwehr investiert, bis sie ihr neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug offiziell in Betrieb nehmen konnten. Wegen der Corona-Pandemie konnte nun die Fahrzeugsegnung nur im kleinen Kreis vonstatten gehen.

Von Werner Gillitz

Engelsberg – Pfarrer Hans Speckbacher und Pastoralassistent Nathanael Hell nahmen die Segnung des neuen Fahrzeuges vor, das herausgeputzt am Feuerwehrhaus stand. Das Fahrzeug möge immer unfallfrei bleiben und die Feuerwehrleute in ihrem Dienst am Nächsten unterstützen, sagte Pfarrer Speckbacher. Das neue Löschfahrzeug ersetzt das 25 Jahre alte TLF 16/25. Der MAN mit 290 PS, 2000 Liter Löschwassertank und 120 Liter Schaummitteltank war bereits am vergangenen Samstag zu seinem ersten Einsatz bei einem Brand von Grüngut am Wertstoffhof. Die Engelsberger Feuerwehr hat rund 250 Stunden in den Ausbau des Fahrzeugs gesteckt.

Kauf des neuen Fahrzeuges wurde bereits 2018 beschlossen

Beschlossen wurde der Kauf dieses Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs bereits im Dezember 2018. Hierfür wurden 420 000 Euro in den gemeindlichen Haushalt eingestellt. Anschließend hatten die beiden Kommandanten und die Führungskräfte unzählige Stunden investiert, um die Ausschreibung sowie die Planung zur Beladung und das Fahrgestell zu erarbeiten.

Nach der europaweiten Ausschreibung hat der Gemeinderat im Frühjahr 2019 die Aufträge an die Firma MAN (Fahrgestell), die Firma Lentner (Aufbau) und die Firma BAS-Ruhpolding (Beladung) vergeben.

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Anschaffungskosten waren deutlich niedriger

Erfreulicherweise waren die Kosten deutlich niedriger als veranschlagt. Am Ende kamen zwar trotzdem Kosten in Höhe von 385 000 Euro zusammen. An Zuschüssen haben Feuerwehr und Gemeinde 119 000 Euro vom Freistaat Bayern erhalten. Coronabedingt verzögerte sich auch die Auslieferung – aber jetzt steht das neue Fahrzeug zur Nutzung der beiden Ortsfeuerwehren bereit. Das neue Fahrzeug ist mit Rettungs- und Hebekissensatz, Greifzug, Pressluftatmern und vielen weiteren Gerätschaften für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Die Feuerwehr beschaffte aus Eigenmitteln Kleingeräte wie Säbelsäge, Brennschleifer und Scheinwerfer sowie eine Bohrmaschine mit dazugehörigen Akkus für 2000 Euro.

Die beiden Jagdgenossenschaften aus Eiting und Engelsberg steuerten eine neue Motorsäge für über 1000 Euro bei und die Firma Alutec aus München spendete sieben Transportkisten aus Aluminium im Wert von 1400 Euro.

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