Erster Kunst- und Kreativpreis verliehen

Der erste Kunst- und Kreativpreises des Landkreises 2019 ging an Sepp Eibelsgruber (Mitte), dem Landrat Georg Huber (rechts) sowie Laudator Dr. Reinhard Baumgartner herzlich gratulierten.. Kretschko

Preisträger Sepp Eibelsgruber für Wirken als Bläser und Förderer der Jugend geehrt

Mettenheim/Mühldorf– Bei der Verleihung des ersten Kunst- und Kulturpreises des Landkreises Mühldorf stimmte wirklich alles: Es gab einen verdienten Gewinner, 24 ebenfalls preiswürdige Mitbewerber, ranghohe Vertreter aus Politik und Handwerk, Künstler wie Kreativschaffende im Publikum, einen hingebungsvoll agierenden Mitarbeiterstab des Landratsamtes (Kreis- und Regionalentwicklung), ein unterstützendes Kompetenzteam „Kultur- und Kreativwirtschaft“ München und nicht zuletzt auch das angenehme Ambiente des Kulturhofs in Mettenheim. Der große Saal war gut besetzt und bot eine bestens geeignete Kulisse für das Premierenprogramm, zu dessen Auftakt die exzellenten Musiker des Duos „As time goes by“ Thomas Breitsameter (Violine) und Janusch Myschur (Akkordeon) spielten. Gekonnt verband auch der in der Kultur- und Kunstszene bewanderte Raimund Meisenberger die einzelnen Beiträge und wagte in seiner Anmoderation sogar den Vergleich mit der Preisverleihung beim „Oscar“.

Preis wird alle zwei Jahre vergeben

In Anlehnung an die Worte des Malers Paul Klee betrachtete es Landrat Georg Huber als Sinn der Veranstaltung , die Kunst-, Kultur- und Kreativschaffenden sichtbar zu machen, um sie noch mehr wert zu schätzen.

In ihrem Wirken sah er ebenso wie die Vertreter der IHK, und Kreishandwerkerschaft „einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor“ – immerhin gibt es im Landkreis 400 selbständige Unternehmen in diesem Bereich. Zu den Beispielen für eine insgesamt stärkere Unterstützung der Kunst- und Kreativszene zählte der Redner auch die für alle zwei Jahre geplante Vergabe des Preises, der auf eine Anregung des Altbürgermeisters Günther Knoblauch zurückgeht und vom Kreistag 2018 beschlossen wurde. Die Auszeichnung sei für die im Landkreis geborenen, hier ansässigen oder über ihr Werk verbundenen Künstler bestimmt.

„Die Wirkung und Bedeutung der Bewerber für den Landkreis“ erklärte Moderator Meisenberger als entscheidendes Kriterium für die Bewertung durch die achtköpfige Jury, da sich die Kunstwerke schwer vergleichen ließen. In einer ersten Runde wurden alle 25 Preisanwärter aus elf Teilmärkten der Kreativwirtschaft mit Punkten bewertet während sich die fünf Besten für das Finale qualifizierten, um später eine zweite Auswahlrunde zu durchlaufen.

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Alle Teilnehmer wurden vorgestellt, die ersten Fünf durften das persönlich tun. Unter ihnen war der Leiter der Städtischen Musikschule Thomas Breitsameter, der sich als Mitbegründer des Inn-Salzach-Euregio-Jugendorchesters und Gründer der mittlerweile international besetzten Mühldorfer Sommerakademie präsentierte. Danach gab Gabriele Röpke als erste Vorsitzende des Kunstvereins Inn- Salzach Einblick in das umfangreiche Wirken der 75 Mitglieder in Malerei, Fotografie und Skulptur, bei Ausstellungen und Aktionen auch mit sozialem Hintergrund und grenzübergreifender Vernetzung. Josef J. Pöllmann vom Lokalfernsehen Mühldorf TV blickte auf die Anfänge seiner Arbeit im Jahr 2006 zurück und verwies auf über 3600 dauerhaft und kostenlos verfügbare Fernsehbeiträge in seiner Mediathek. Er freute sich über die Anerkennung aus der Region, deren Vorzüge er mit der Kamera regelmäßig festhalte.

 Sepp Eibelsgruber ist dind Kulturelle Institution

Claus Freudenstein platzierte seinen Kontrabass in der Mitte der Bühne, um sehr emotional über das von ihm organisierte Musikfestival „Bayerische Basstage“ und die davon ausgehende Friedensbotschaft zu sprechen. Auch auf die Entwicklung seines weltweit einzigartigen „Freudenstein-Minibass‘“ für Kinder ab 5 Jahren ging er ein.

Die Leistungen des fünften Preiskandidaten beschrieb zwar Dr. Reinhard Baumgartner wunschgemäß ohne Namensnennung, doch schnell war klar, dass es sich nur um Sepp Eibelsgruber handeln konnte und er der Gewinner des Preises sein würde. Sein Name stand dann tatsächlich in dem vom Landrat geöffneten Kuvert.

Die Jury begründete ihre Entscheidung, dass „Da Musemoaster“ in der Region eine „kulturelle Institution“ sei, der seit 40 Jahren und trotz seines körperlichen Handicaps Herausragendes als Trompeter und Leiter mehrerer Ensembles für die Blasmusik sowie den Musikernachwuchs leiste.

Zudem würdigte das Gremium Eibelsgrubers 18-jähriges Engagement für die Kinderkrebshilfe durch Benefizkonzerte. Das Publikum belohnte den Preisträger mit lang anhaltendem Applaus.

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