Die Erinnerung nicht verblassen lassen

Ampfing –. Die Renovierung des Kriegerdenkmals in der Ampfinger Ortsmitte war ein Anliegen vom ehemaligen Dritten Bürgermeister Willi Trautmannsberger.

Bereits 1950 gab es Überlegungen ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des vergangenen Weltkrieges zu errichten. Das bestehende Denkmal an der Kirchenmauer wollte man nicht erweitern, da die Platzverhältnisse eng waren. Schnell hatte man sich geeinigt, das neue Denkmal an der Stelle zu errichten, wo bereits die Totenbretter der Gefallenen aufgestellt waren. Auf dem neuen Denkmal sollten auch die Gefallenen des Ersten Weltkrieges aufgeführt werden.

Erste Erneuerungim Jahr 1980

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) gab es damals noch nicht, so wurde eine Bürgerschaft gegründet, die für das Denkmal sammelte. Schließlich war es 1952 soweit und das Denkmal, das Steinmetz Josef Lechner anfertigte, konnte in feierlichem Rahmen aufgestellt werden. Den Löwen mit dem Stahlrelief fertigte sein Bruder an.

1980 wurde das Kriegerdenkmal zum ersten Mal renoviert. Inzwischen haben Wind und Wetter und der Zahn der Zeit seine Spuren an Stein und Inschriften hinterlassen. Auch die in Gold angebrachten Namen- der Gefallenen, waren kaum mehr zu lesen. In Zusammenarbeit mit Berta Heueisen von der KSK Ampfing sowie Steinmetz Ernst Lechner, wurden die Namen entziffert.

Nach Abschluss der Renovierung haben die Mitarbeiter des Bauhofs, die Einfassung des Kriegerdenkmals gereinigt und die Bepflanzung übernommen. Im September 2019 hatte der Bau- und Umweltausschuss auf Antrag von Trautmannsberger, den Auftrag zur Sanierung des Kriegerdenkmals, erteilt. Zur Renovierung wurde eine Firma aus Taufkirchen, die als Nachfolger des ortsansässigen Steinmetz Lechner, der auch die Urheberrechte auf das Denkmal hat, beauftragt. Diese hat an dem Denkmal die Steinflächen gereinigt und die abgebröckelten Fehlstellen mit Ersatzmaterial ergänzt.

Ausgebrochene Fugen wurden geschlossen und sämtliche Schriftzüge in Gold und Schwarz erneuert. Zum Schutz wurde eine Imprägnierung aufgetragen. Bürgermeister Josef Grundner (CSU) freute sich nach Abschluss der Renovierung, dass das Denkmal ein Zeichen gegen das Vergessen der beiden Weltkriege ist. Er dankte den Ausschussmitgliedern für ihre Zustimmung sowie Florian Ecker und Lechner für die Steinmetzarbeiten. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 14 500 Euro. stn

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