Die Erinnerung nicht verblassen lassen

Das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte von Ampfing wird derzeitig aufwendig renoviert. Steinmetze erneuern die Schriftzüge in Gold und Schwarz. Stettner

Ampfing – Bereits 1950 gab es Überlegungen, ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des letzten Weltkrieges zu errichten.

Das bestehende Denkmal an der Kirchenmauer wurde nicht erweitert, weil die Platzverhältnisse ziemlich eng waren. Die Verantwortlichen einigten sich damals schnell da rauf, das neue Denkmal an der Stelle zu errichten, wo sich bereits die Totenbretter der Gefallenen befanden.

Auf dem neuen Denkmal sollten auch die Gefallenen des Weltkrieges von 1914/18 aufgeführt werden. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) bestand damals noch nicht und so wurde eine Bürgerschaft gegründet, die für das Denkmal sammelte.

Schließlich war es 1952 so weit und das Denkmal, welches Josef Lechner erbaut hatte, wurde im feierlichen Rahmen aufgestellt. Den Löwen mit dem Stahlrelief hatte sein Bruder angefertigt.

1980 wurde das Kriegerdenkmal zum ersten Mal renoviert. Inzwischen haben Wind und Wetter sowie der Zahn der Zeit Spuren an Stein und Inschriften hinterlassen. Die in Gold angebrachten Namen der Gefallenen waren kaum mehr zu lesen.

Da sich das Denkmal direkt vor der Metzgerei des ehemaligen Dritten Bürgermeisters Willi Trautmannsberger befindet, hatte sich dieser noch in seiner Amtszeit für die Renovierung eingesetzt.

Im September 2019 erteilte der Bau- und Umweltausschuss auf Antrag von Trautmannsberger den Auftrag zur Sanierung des Kriegerdenkmals. Die Renovierung übernimmt die Firma Florian Ecker aus Taufkirchen an der Vils. Sie tritt damit die Nachfolge des ortsansässigen Steinmetzes Lechner an, der die Urheberrechte auf das Denkmal besitzt.

Die Handwerker reinigen die Steinflächen an dem Denkmal und ergänzen die abgebröckelten Fehlstellen mit Ersatzmaterial. Sie schließen ausgebrochene Fugen und erneuern die Schriftzüge in Gold und Schwarz. Zum Schluss tragen sie eine Schutzimprägnierung auf. Insgesamt werden die Kosten der Renovierung etwa bei 14 500 Euro liegen.

Die Patrona Bavariae – ein Teil des alten Kriegerdenkmals an der Friedhofsmauer – hat inzwischen ihren Platz im Sitzungssaal der Gemeinde Ampfing gefunden. Stn

Kommentare