„Enorme Glutnester im Hackschnitzelkeller“: Großfeuer auf Bauernhof in Polling verhindert

Da ging es um jede Minute: Ein Bewohner eines Bauernhofes im Gemeindegebiet Polling hat in der Nacht zum Sonntag die Rauchentwicklung in einem Hackschnitzelbunker im Keller des Hauses so früh bemerkt, das die Feuerwehren rechtzeitig alarmiert wurden, um einen Großbrand zu verhindern. Fib/eß

Ein Großaufgebot der Feuerwehren ist in der Nacht zum Sonntag zu einem landwirtschaftlichen Wohnhaus im Gemeindegebiet Polling ausgerückt. Ein Hackschnitzelbunker war in Brand geraten. Und wohl nur weil einem Bewohner gerade noch rechtzeitig die starke Rauchentwicklung auffiel, konnte ein Großfeuer vermieden werden.

Oberneukirchen – „20 Minuten später wären die Feuerwehren zu einem Dachstuhlbrand gefahren“, sagt Kreisbrandrat Harald Lechertshuber. „Im Bunker waren bereits enorme Glutnester. Der Hof hätte lichterloh gebrannt“, so Lechertshuber auf Anfrage.

Zum Glück hatte der Sohn des Hauses gegen Mitternacht Rauchgeruch im Treppenhaus bemerkt. Als er nachsah, stellte er fest, dass es in dem Hackschnitzelbunker im Keller des Hauses schon zu einer starken Rauchentwicklung gekommen war.

Über 10 000 Euro Sachschaden

80 Angehörige der Feuerwehren von Grünbach, Oberneukirchen, Polling, Flossing, Mühldorf und der Kreisbrandinspektion sowie Polizei und Rettungsdienst rückten an.

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Die Feuerwehren konnten den Bunker ablöschen und das Wohnhaus belüften. Um ein erneutes Aufflammen auszuschließen, mussten die Hackschnitzel per Hand aus dem Keller befördert werden, so die Polizeiinspektion Mühldorf. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden betrage mehr als 10 000 Euro, so die Polizei weiter, die davon ausgeht, dass die Ursache für den Brand „ein technischer Defekt gewesen sein dürfte“.

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