Nachruf

Engelsberg –Nur 17 Tage nach dem Tod seiner Frau Ingrid schloss auch Josef Dobler für immer die Augen.

Ihr Tod hatte ihn „gebrochen“. Seine letzten Tage lebte er bei seiner Tochter Monika, das war trotz seiner schweren Krankheit eine schöne Zeit für ihn. In ihren Armen schlief er friedlich ein.

Josef Dobler erblickte am 18. August 1937 in Emmersdorf in Niederbayern das Licht der Welt. Er wuchs mit einem Bruder auf einem kleinen bäuerlichen Anwesen bescheiden auf. Nach der Schulzeit lernte er das Metzgerhandwerk und fand Arbeit in Grassau. Dort traf er seine große Liebe, seine Ingrid, die er 1960 heiratete. Knapp 60 Ehejahre waren den beiden vergönnt. Drei Kinder gingen aus der Verbindung hervor. Die Schwiegerkinder, Enkelkinder und ein Urenkel machten das Familienglück perfekt.

Dem jungen Paar schwebte ein Wirtshaus mit Metzgerei vor. Vor knapp 50 Jahren konnten sie das Gasthaus Unterforsthuber in Engelsberg kaufen, das von nun an Gasthaus Dobler hieß. Mit viel Fleiß und Geschick führten sie dieses Haus und waren ihren Kindern gute Eltern. Sie waren gute Herbergsleute für Engelsberger und Gäste aus nah und fern. In dieser Zeit wurde auch der Fanclub Engelsberger Löwenfans gegründet, 42 Jahre lang war „Sepp“ Vorsitzender und mit großer Leidenschaft ein echter Sechz‘ger.

Ebenso widmete er sich seinen Rottweilern, er gründete die Rottweiler Bezirksgruppe Engelsberg/Alztal, sein Engagement war von Leidenschaft geprägt. Daneben waren seine Tauben sowie Geflügel und Kleintiere aller Art eine weitere große Freude. Nach 20 Jahren in Engelsberg erwarben die Doblers ein Anwesen in Julbach, auf das alle Tiere mitkamen und die Phase des Ruhestandes begann. Die Familie konnte in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Krankheit machte beiden einen Strich durch die Rechnung eines langen Ruhestandes.

Das Leben von Ingrid Dobler begann am 26. September 1940 in Traunstein, sie war eine geborene Brettl und ist in Staudach-Egerndach aufgewachsen. Sie war fleißig, konnte gut zuhören und ihre Leidenschaft war das Schafkopf-Spiel.

Sie liebte ihre Tiere und beschäftigte sich gerne mit Handarbeiten, außerdem waren der Garten und die Blumen die Freuden des Ruhestandes. 1997 erkrankte sie an einer schweren Krankheit, verlor jedoch nie ihre Zuversicht, wollte sie doch ihren „Sepp" nicht allein lassen.

Ihre letzte Ruhestätte haben die beiden auf dem Engelsberger Friedhof gefunden, Ingrid Dobler wurde im engsten Familien- und Freundeskreis bestattet, Josef unter Anteilnahme der Bevölkerung. gg

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