Nachruf

Johann Garnreiter

Engelsberg – Im Alter von 90 Jahren verstarb Sebastian Johann Garnreiter nach einer Herzoperation in München.

Seine Bestattung fand wegen der Corona-Krise nur im engsten Familienkreis an der Friedhofskapelle statt. Die Urne wurde auf dem Engelsberger Friedhof bestattet.

Der Verstorbene wurde am 19. Juni 1929 in Gilching bei München geboren und wuchs in Trostberg auf, weil sein Vater in der Nähe eine Anstellung fand. Während der Kriegszeit machte er eine Ausbildung zum Drucker in Salzburg. Anschließend kam er zum Druck- und Verlagshaus Erdl nach Trostberg, dort war er für den Druck des Trostberger Tagblattes und der Altbayerischen Heimatpost verantwortlich. 49 Jahre war er „beim Erdl“ beschäftigt, bevor er in den Ruhestand ging.

„Der Hansl“, wie er genannt wurde, war ein geselliger Mann. Er war in vielen Vereinen aktiv, wie beim Roten Kreuz und im Trachtenverein. Hier wurde er sogar zum Ehrenmitglied ernannt. Auch bei den D’Alztaler Schützen war er aktiv, ebenso in der Stadtkapelle, beim Trostberger Männerverein, VdK und der AWO in Trostberg.

Beim Trachtenverein lernte er seine Frau Margarete, genannt Gretl, kennen und lieben. Mit ihr war er über 65 Jahre verheiratet. Am 20. November 2019 feierten die beiden die Eiserne Hochzeit. Dem Sohn Gerhard und seinen Enkeln Stefan und Michael war er stets ein guter Vater, Opa und Ratgeber, seine beiden Urenkelinnen Sophia und Luisa freuten ihn besonders. Die Familie war ihm immer sehr wichtig. Wenn seine Hilfe gebraucht wurde, war er stets zur Stelle

2014 zogen die Garnreiters nach Engelsberg in eine barrierefreie Wohnung und um in der Nähe der Familie des Sohnes Gerhard zu sein.

Stundenlang beschäftigte sich Hansl Garnreiter im Bastelraum und gerne auch im Garten. Noch bis ins hohe Alter war er fast täglich mit seinem Auto unterwegs, um in der Firma seines Sohnes nach dem Rechten zu sehen, Versorgungsfahrten und Arztbesuche zu erledigen. Gerne machte er mit seiner Gretl, Verwandten und Freunden Tagesausflüge zum Essen und Kaffee trinken in die Berge.

Im Dezember wurde eine Herzschwäche festgestellt. Da er nicht mehr Auto fahren durfte, entschloss er sich zu der Herzoperation, um weiterhin mobil sein zu können. Leider erwachte er nicht mehr aus der Narkose. gg

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