Engelbert Hopf – ein rüstiger 90er und Oberneukirchner Urgestein

Jubilar Engelbert Hopf (rechts) feierte seinen 90. Geburtstag; auch Bürgermeisterin Anna Meier gratulierte. Fill

Oberneukirchen – „Wenn ein Motor 90 Jahr läuft und dies ohne Ölwechsel, werd‘ er einfach langsamer“ meint der Jubilar schmunzelnd.

Diese Worte beschreiben das Leben von Engelbert Hopf bestens: War er doch bis vor zwei Jahren noch täglich in der Werkstatt seines Sohnes anzutreffen.

Jetzt genießt er seinen Ruhestand mit seiner Gattin Marianne. „I schaug schon no umme, ganz konns i doch net bleim lossn“, gesteht er. Und wie beliebt der Seniorchef bei den Arbeitern ist, zeigte sich am Geburtstagsgeschenk. Er bekam einen sehr massiven Schaukelstuhl geschenkt.

Der Jubilar ist ein Oberneukirchner Original, er erblickte am 16. November 1929 das Licht der Welt unterhalb des Schulbergs, wuchs dort mit drei Schwestern und einem Bruder auf und besuchte die Volksschule. Anschließend lernte er im elterlichen Betrieb den Beruf eines Huf- und Wagenschmiedes.

Nach der Meisterprüfung übernahm er im Jahr 1960 den Betrieb, der sich im Laufe der Jahre als Landmaschinenwerkstatt einen Namen machte. Der Betrieb wurde immer wieder modernisiert und vergrößert bis zu Übergabe an Sohn Engelbert 1995. Im Laufe dieser Jahre bildete er rund 40 Lehrlinge aus, eine große Zahl derer überraschte ihn an seinem Geburtstag.

Eine große Stütze in all den Jahren war seine Gattin Marianne, eine geborene Bergmann aus Unterneukirchen, die er im Oktober 1960 heiratete. Für seine Kinder Marianne, Inge und Engelbert ist er stets der fürsorgliche Papa und für seine sechs Enkel der beste Opa. Neben der Arbeit sorgte er sich aber auch um das Wohl der Bürger: Die Raiffeisenbank, Kirchenverwaltung und der Gemeinderat schätzten seine ehrenamtliche Arbeit genauso wie der Trachtenverein, die Feuerwehr, die KSK und jetzt besonders der Seniorenclub. Beide unternahmen gerne Ausflugsfahrten und Busreisen, jetzt beschränken sie sich auf Fahrten zum Chiemsee mit der Familie. Unterhaltung im Ruhestand bietet ihm der Fernseher und beim Lesen bevorzugt er Technikerzeitungen, Berichte aus vergangener Zeit und Zeitgeschehen. Den Gratulanten schlossen sich auch Bürgermeisterin Anna Meier, Marianne Zieglgänsberger für die Pfarrei sowie der Seniorenclub an. fim

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