Glosse

Sportprofi werden – und dem Corona-Lockdown ein Schnippchen schlagen

Profis dürfen trainieren, Amateure nicht. Deshalb wechselt unser Autor Markus Honervogt jetzt in den bezahlten Sport. Foto dpa/Picture Alliance
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Profis dürfen trainieren, Amateure nicht. Deshalb wechselt unser Autor Markus Honervogt jetzt in den bezahlten Sport. Foto dpa/Picture Alliance
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In unserem Autor Markus Honervogt regt sich ein langvergessener Jugendwunsch: Sportprofi zu werden. Dabei geht es ihm aber nicht ums große Geld, sondern eigentlich nur um einen Euro.

Bald bin ich Sport-Profi. Und das kommt so.

Die dramatische Kombination von Corona-Ausgangsbeschränkungen, geschlossenen Fitnessstudios, abendlicher Langeweile, Rotwein und Schokolade haben zu einer doch nicht unerheblichen Gewichtszunahme an den völlig falschen Stellen geführt. Nach der ersten Welle galt das Hauptaugenmerk deshalb zuvorderst der Wiederherstellung des Ursprungszustands. Oder zumindest des Beinahe-Zustands. Dass dabei der Sportverein und die Kletterhalle eine entscheidende Rolle spielen, liegt auf der Hand.

Profis werden immer dünner

Seit gut 14 Tagen aber ist der Körper wieder massiv auf Expansionskurs, seit Hanteln und Klettergriffe weggesperrt sind. Das ist halt das Schicksal der Amateure. Die Profis dürfen weiter Bälle treten, Hämmer werfen, dem Eishockeypuck nachjagen oder auf der Streckbank Muskeln aktivieren. Drinnen so gut wie draußen. Sie werden immer dünner.

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Ich übrigens bald auch wieder. Denn: Wer mir jetzt einen Ein-Euro-Vertrag anbietet, der bekommt mich als Profi. Ablösefrei.

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