Elektrifizierung der Bahnstrecke nimmt Gestalt an: Bahn kündigt Großbohrungen an

Aufgrund des Einsatzes von Rammgeräten sind die Bohrungsarbeiten mit Lärm verbunden. Nach der Elektrifizierung verspricht die Bahn bis zu 30 Prozent weniger Kohlendioxidausstoß

Ampfing/Tüssling – Für die Elektrifizierung der Bahnstrecke finden zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Januar 2020 Erkundungsbohrungen entlang des 17 kilometerlangen Gleisabschnittes zwischen Ampfing und Tüßling statt.

Mit den rund 500 Bohrungen will sich die Bahn ein genaueres Bild der Bodenverhältnisse entlang des Gleises verschaffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Bahn.

„Es soll ermittelt werden, an welcher Stelle und wie die Oberleitungsmasten, die für die Elektrifizierung entlang der Strecke errichtet werden müssen, gegründet werden können“, erklärt die Bahn. Für die Untersuchungen kommen Rammsondierungen zum Einsatz.

Zwischen Mühldorf und Tüßling können einige der Arbeiten im Zeitraum zwischen dem 1. Oktober und dem 15. November nur nachts zwischen 22 und 8 Uhr durchgeführt werden. Aufgrund des Einsatzes von Rammgeräten seien die Bohrungsarbeiten mit Lärm verbunden, bittet Gesamtprojektleiter Klaus-Peter Zellmer um Verständnis. Zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr komme es aufgrund der Bohrungen nicht.

Bis zu 30 Prozent weniger Kohlendioxid

Für die Untersuchungen im Bereich zwischen Ampfing und Mühldorf wird unter anderem die fünftägige Totalsperrung vom Mittwoch, 30. Oktober, bis zum Dienstag, 5. November zum Einsatz der Brücken in Walpertskirchen und Dorfen genutzt.

Im gleichen Abschnitt werden zwischen dem 14. Oktober und dem 15. November tagsüber Großbohrungen entlang der Strecke durchgeführt.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke verbessert die Umweltbilanz des Schienenverkehrs enorm, da anstatt von Dieselloks künftig Elektroloks zum Einsatz kommen können. Diese Fahrzeuge sind leiser und stoßen außerdem bis zu 30 Prozent weniger Kohlendioxid aus.

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