Einsamer Walkersaicher Storch sucht Gesellschaft

Südlich von Walkersaich im Thalhamer Moos haben sich derzeit 18 Störche heimisch niedergelassen.
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Südlich von Walkersaich im Thalhamer Moos haben sich derzeit 18 Störche heimisch niedergelassen.

Im letzten Jahr hatten die Gemeindebürger von Walkersaich für ein Storchenpaar einen Horst hinter der alten Schule errichtet. Kurze Zeit später wurde dieser von einem Storch in Beschlag genommen, nur eine „Störchin“ wollte sich nicht dazu gesellen. Auch in diesem Frühjahr blieb der Storch bisher alleine.

Walkersaich – Vor einigen Tagen waren allerdings unterhalb von Walkersaich zum Thalhamer Moos hin, auf einmal bis zu 18 Störche zu erblicken. Nach den letzten Regentagen haben sich im Moosgebiet kleinere und auch größere Tümpel gebildet und somit finden die Störche dort einen reich gedeckten „Tisch“. Ob sich für den Walkersaicher Storch dort eine „Freundin“ befindet, die ihn und den Horst akzeptieren, bleibt abzuwarten.

In Bayern ist der Weißstorch wieder heimisch

Die Zahl der Weißstörche in Bayern nimmt nach Angaben des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) wieder leicht zu. Jahrelang gab es ein Artenhilfsprogramm zur Rettung des Weißstorchs in Bayern. Dieses wurde aber 2017 eingestellt. „Das war jedoch keine Schreckens-, sondern eine Erfolgsmeldung: In Bayern ist der Weißstorch wieder heimisch“, teil der LBV mit. Die Schutzmaßnahmen waren 1984 vom Landesbund, dem Bayerischen Umweltministerium und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt initiiert worden.

Bestand ist in Bayern mit 480 Paaren gesichert

Während in den 80er-Jahren nur noch knapp 60 Brutpaare in Bayern gezählt worden waren, waren es 2017 rund 480. Damit gelte der Bestand in Bayern als gesichert. Mit der Unterstützung von Hauseigentümern, Bürgermeistern und Feuerwehren wurden Horstplattformen auf Gebäuden aufgestellt – so wie in Walkersaich. Landwirte und Gemeinden wurden beraten, wie Talwiesen bewirtschaftet und Siedlungen und Straßen storchfreundlich angelegt werden können.

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