Kreuzung in Haigerloh: Kreisel mit Radweg Richtung Waldkraiburg wird gebaut

Die Zufahrten nach Haigerloh sind derzeit zum Teil gesperrt.

Heldenstein - Grund dafür ist der Umbau der Kreuzung von Haigerloh in Richtung Waldkraiburg entlang der MÜ 13 bis zur Einmündung Howaschen. Es wird ein Kreisverkehr mit Geh- und Radweg angelegt. Dazu erfolgte jetzt der Spatenstich. Die Bauzeit ist bis Juli 2020 geplant.

Landrat Max Heimerl wies darauf hin, dass es darum gehe, eine unfallträchtige Situation zu entschleunigen. Bereits mehrere, auch schwere Unfälle sind in diesem Bereich schon passiert. Trotz verschiedener Maßnahmen zu deren Verhinderung, wie zum Beispiel die Errichtung einer Linksabbiegespur oder die Anbringung eines Wegweisers, haben sich weitere Unfälle ereignet. Zwischen 2015 und 2018 hatten zehn davon vier Schwer- und elf Leichtverletzte zur Folge.

Wegen der Unfallzahlen und Schwere der Unfälle hatte die Unfallkommission des Landkreises einen Kreisverkehr zur dauerhaften Entschärfung des Unfallschwerpunkts gefordert.

Im Juli 2018 wurde der Bau des Kreisverkehrs im Kreistag einstimmig beschlossen. Gleichzeitig baut die Gemeinde Heldenstein in eigener Zuständigkeit einen 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg. Etwa 1600 Quadratmeter Grund wurden dafür von Grundstückseigentümern und Gemeinde zur Verfügung gestellt. Dies, so erklärte der Landrat, sei heutzutage nicht selbstverständlich.

Eine knappe Million wird für das Bauvorhaben veranschlagt. 50 Prozent davon kommen aus dem Fördertopf des Freistaats. Mit unterstützt hat Dr. Marcel Huber (Mitglied des Landtages) das Bauvorhaben. Dass die Zahl der Todesopfer im Verkehr sinken, ist ihm ein Anliegen, man müsse weiter daran arbeiten. Noch in den 70er-Jahren habe es fünfstellige Todesopferzahlen gegeben. Heute sei die Zahl so niedrig wie noch nie. Dass die Fahrzeuge anders kons truiert und mit Airbag ausgerüstet sind und Autofahrer besonnener fahren, mag dazu geführt haben. Aber auch der Unfallhäufungsschutz des Landkreises habe dazu beigetragen.

Die Bürgermeisterin von Heldenstein, Antonia Hansmeier (CSU), freute sich besonders über die Möglichkeit, das Rad- und Gehwegenetz auszuweiten. Sie dankte den Grundstückseigentümern für den zur Verfügung gestellten Grund und versprach, dass von Seiten der Gemeinde versucht werde, entstehende Unannehmlichkeiten zu reduzieren.

Der einsetzende Regen beendete den Festakt. Schnell wurde zur Schaufel gegriffen, um den ersten Spatenstich für den neuen Kreisverkehr zu setzen. sn

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