Einen grünen Daumen seit 50 Jahren: Gartenbauverein Ampfing ehr langjährige Mitglieder

Die Geehrtendes Obst und Gartenbauvereins Ampfing v.l. Georg Auer (50 Jahre), Margarethe Balhuber (30 Jahre), Annelies Hudeczek, Alfons Schwarzenböck, Margit Wallner und Lieselotte Lackermayr. jeweils für 40 Jahre Mitgliedschaft. stettner

Beim Obst- und Gartenbauverein Ampfing, standen bei der Herbstversammlung langjährige Ehrungen im Vordergrund. Außerdem gab es einen Vortrag zu altem Gärtnerwissen zu hören.

Ampfing – Nach einem kurzen Rückblick nahm Vorsitzender Josef Huber mit Bürgermeister Josef Grundner, Herwig Schnobrich vom Kreisverband und Franz Poller die Ehrungen vor. Geehrt wurden mit der Silbernen Ehrennadel für 30 Jahre Mitgliedschaft im Verein: Liselotte Auer, Margarete Balhuber, Elisabeth Dürr, Maria Joschko und Liselotte Lackermayr. Die goldene Ehrennadel und Urkunde für 40-jährige Vereinsmitgliedschaft erhielten: Margit Eisner, Annelies Hudeczek, Alfons Schwarzenböck, Margit Wallner und Otto Waxenberger.

Die goldene Ehrennadel mit Kranz und Urkunde für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft gab es für Hans Auer.

Bürgermeister Josef Grundner bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit und bei allen Mitgliedern für die blühenden Gärten in Ampfing sowie in den Ortsteilen Stefanskirchen und Salmanskirchen.

Im zweiten Teil der Versammlung hielt der Alois Schrögmeier, ehemaliger Kreisvorsitzende für Gartenbau und Landschaftspflege in Dingolfing-Landau, einen Vortag über „Was Opa noch wusste, altes Gärtnerwissen neu entdeckt“. „Unsere Vorfahren pflegten ihre Pflanzen meist im Einklang mit der Natur“, sagte Schrögmeier. Aussaat und Pflanzzeit richtete sich nach phänologischen Beobachtungen. Man wusste genau, wenn zum Beispiel die Palmkätzchen blühten, konnte man mit der Aussaat von Rettich und Radieschen, Spinat und Möhren beginnen. Und wenn der Kuckuck zurückkam, war der richtige Zeitpunkt zum Kartoffel legen.

Empfindliches Saatgut lässt sich in kaltem Kamillentee baden und dann sofort aussäen. Das beugt vielen Pilzkrankheiten vor. Um Bienen im Garten Nahrung zu bieten, sollte man das Herzgespann und das Basilikum „AfrikanBlue“ pflanzen. Zum Schluss gab er Tipps für die Herstellung- von gutem Gartendünger. Eine Schaufel Kompost auf zehn Liter Regenwasser geben, gut umrühren und einen Tag stehen lassen. Dann einen Liter dieser Flüssigkeit mit zehn Liter Wasser mischen und die Pflanzen damit gießen.

Vieles was unsere Großeltern noch wussten, würde die Gartenarbeit vereinfachen, aber auch interessanter machen, sagte Schrögmeier zum Schluss. stn

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