Eine Krippe in der Krippe: Stadt Töging baut Holzstadel an Kita an

Bei der Einweihung der neuen Kinderkrippe (von links): 2. Bürgermeisterin Renate Kreitmeyer, 3. Bürgermeister Werner Noske, Kindergartenleiterin Olga Wunsch, Projektleiter Stefan Mittermeier, Bürgermeister Tobias Windhorst, Architekt Robert Augustin, Pfarrverbunds-Geschäftsführerin Karin Löw, Pfarrer Piotr Wandachowicz und der pädagogische Leiter des Pfarrverbunds, Michael Kulhanek.Becker
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Bei der Einweihung der neuen Kinderkrippe (von links): 2. Bürgermeisterin Renate Kreitmeyer, 3. Bürgermeister Werner Noske, Kindergartenleiterin Olga Wunsch, Projektleiter Stefan Mittermeier, Bürgermeister Tobias Windhorst, Architekt Robert Augustin, Pfarrverbunds-Geschäftsführerin Karin Löw, Pfarrer Piotr Wandachowicz und der pädagogische Leiter des Pfarrverbunds, Michael Kulhanek.
  • Peter Becker
    vonPeter Becker
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„Das ist fast zu schön, um es nach drei Jahren wieder abzubauen“, sagte Bürgermeister Tobias Windhorst (CSU) bei der offiziellen Eröffnung der neuen Räume in der Kindertagesstätte St. Johann Baptist in Töging. Im Holzstadel sind die Allerkleinsten untergebracht. Es wirkt wie eine Krippe in der Krippe.

Töging – Nach dem Krippenanbau an die neue Sporthalle bei St. Josef im vergangenen Jahr kommt nun im Kindergarten St. Johann Baptist ein besonderes Provisorium zum Einsatz. Der neue Pfarrer Piotr Wandachowicz hat die zweite Kinderkrippe der Stadt eingeweiht.

Mietvertrag für drei Jahre unterschrieben

Vorläufig für drei Jahre hat die Stadt den Mietvertrag für den Holz-Anbau geschlossen. Bis dann soll die Renovierung und Erweiterung der gesamten Kindertagesstätte abgeschlossen sein, wie sie seitens der Diözese bereits geplant wird.

Der rund 125 Quadratmeter umfassende Holz-Stadl einer Pleiskirchener Firma, steht westlich des Hauptgebäudes auf der Pfarrwiese. Der Anbau bietet Platz für einen Gruppenraum samt Küchenzeile, einen gemütlichen Schlafraum, einen „Wirtschaftsraum“ sowie die für Personal und Kinder getrennten Sanitäreinrichtungen samt Wickelmöglichkeit. „Im Gegensatz zu den Hütten, die beispielsweise auf Volksfesten zum Einsatz kommen, haben wir viele Module speziell angefertigt“, erklärte Projektleiter Stefan Mittermeier.

Klimatisiert, wärme- und schallgedämmt

So sind die Räume allesamt klimatisiert, im Gruppenraum gibt es neben der vollwertigen Küchenzeile auch große Fensterflächen und die Außenwände wurden speziell gedämmt. „Das ist nicht nur zur Wärmedämmung, sondern auch zur Schallisolierung des Bahnlärms der nördlich liegenden Trasse“, sagte der Planer Robert Augustin, der bereits eine Reihe von Bauprojekten der Stadt Töging begleitet hatte und diesmal eine zügige Genehmigung im Landratsamt erwirkte.

Ein großes Lob ging auch an die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die ihren Anteil daran hatten, dass von der Planung, über den Aufbau inklusive der Elektrik und anderer notwendiger Leitungen bis hin zur abschließenden Abnahme durch die Genehmigungsbehörde kaum vier Wochen vergangenen waren.

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Architekt Robert Augustin freut sich, dass die Verantwortlichen bei der Stadt, den Mut aufgebracht hatten, zusammen mit den Eltern einmal etwas Neues auszuprobieren. Auch der städtischen Haushalt profitiert davon: Nur mit jeweils rund 20 000 Euro wird der Anbau den städtischen Haushalt in den kommen drei Jahren belasten, das ist nur ein Bruchteil der Summe für deh dauerhaften Turnhallenanbau in St. Josef.

Für andere Gemeinden Vorbild

Auch andere Gemeinden würden derzeit einen solchen Krippenanbau überlegen, zeigte sich Bürgermeister Tobias Windhorst stolz, als Erster und obendrein pünktlich zum Kindergartenjahr fertig geworden zu sein. Die inzwischen voll belegte Gruppe von zwölf Kindern konnte sich nämlich schon bestens im neuen Anbau einleben. Alles habe reibungslos geklappt, freute sich Kita-Leiterin Olga Wunsch.

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