Eine Frau und acht Männer: Mehr als das halbe Gremium neu besetzt

Fünf der acht Gemeinderäte sind neu.Bürgermeister Siegfried Schick hat in der konstituierenden Sitzung Gerhard Obermaier, Rupert Kirchisner und Josefine Putz (alle UWG, stehend von rechts) vereidigt. Von der CSU/FWG waren Thomas Spirkl und Martin Perseis (stehend von links) neu in den Gemeinderat gewählt worden. Enzinger

Gemeinderat Lohkirchen konstituiert sich: Martin Gruber bleibt zweiter Bürgermeister und Bürgermeister Siegfried Schick hat mehr Handlungsspielraum. So will die Gemeinde in den nächsten sechs Jahren zur Nachhaltigkeit beitragen.

Lohkirchen – Acht Gemeinderäte, dazu der Bürgermeister, alle auf einem Foto, selbstverständlich in gebührendem Abstand: Der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, Georg Obermaier, nutzte die Fluchttreppe des Pfarrstadls, um den neuen Gemeinderat abzulichten. Und der hat einige neue Gesichter: Gleich fünf Neulinge vereidigte Bürgermeister Siegfried Schick in der konstituierenden Sitzung: Josefine Putz, Gerhard Obermaier, Rupert Kirchisner (alle UWG) sowie Thomas Spirkl und Martin Perseis (beide CSU/FWG). „Ich hoffe, dass dieser neue Gemeinderat harmonisch in den nächsten sechs Jahren zusammenarbeitet“, schickte Schick zu Beginn der Sitzung voraus.

Dritter Bürgermeister nicht nötig

Die gute Zusammenarbeit mit dem bisherigen Zweiten Bürgermeister Martin Gruber führte der Lohkirchener Bürgermeister anschließend auch als Grund dafür an, ihn erneut für dieses Amt vorzuschlagen. Einstimmig stellte sich der Gemeinderat hinter diese Personalie. Einig war man sich anschließend auch darin, keinen weiteren Bürgermeister zu benennen. Der sei in einer kleinen Gemeinde wie Lohkirchen nicht nötig, fand Bürgermeister Schick, „und der würde auch nur zusätzlich Geld kosten“.

Das neunköpfige Gremium diskutierte anschließend die Satzung zum Gemeindeverfassungsrecht. Dabei wurde festgestellt, dass etwa ein Ferienausschuss nicht nötig sei, der die Handlungsfähigkeit einer Gemeinde – etwa zu Urlaubs- und Krisenzeiten, wie gegenwärtig wegen Corona – bewerkstelligen würde.

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Auf Empfehlung von Geschäftsleiter Georg Obermaier wurde das Sitzungsgeld von bisher 20 auf 25 Euro angehoben. Weitere zehn Euro erhalten die Gemeinderatsmitglieder, wenn sie das Ratsinformationssystem nutzen, so wie es in einigen Städten und Gemeinden bereits der Fall ist. Hintergrund: Durch den digitalen Zugang zu Sitzungsunterlagen werde der Verwaltung die Versendung von Unterlagen erspart. Das Ratsinformationssystem werde ab Juni zur Verfügung stehen. Ferner werde daran gearbeitet, jeweils zu den Sitzungen den Gemeinderatsmitgliedern eine WLAN-Verbindung anzubieten. „Ziel wäre es, wenn wir auf Papier ganz verzichten könnten“, erläuterte dazu VG-Chef Obermaier.

Retzer: „Vollstes Vertrauen in den Bürgermeister!“

Ohne Gegenstimme gestand der Gemeinderat dem Bürgermeister Siegfried Schick mehr Handlungsspielraum zu. Schick darf künftig bei Vergaben oder erforderlichen Ausgaben bis zu einer Summe von 10 000 Euro alleine entscheiden, ohne dafür den Gemeinderat zu Rate zu ziehen. Bisher lag die Grenze bei 5000 Euro, was Obermaier als sehr knapp bemessen beurteilte. Reinhard Retzer (UWG) ergänzte dazu, dass der Gemeinderat in der Vergangenheit aber auch bei niedrigen Beträgen stets eingebunden gewesen sei. „Der Bürgermeister genießt hier vollstes Vertrauen“, verdeutlichte er.

Besetzung der Ausschüsse und Beuaftragte:

Rechnungsprüfungsausschuss.UWG: Reinhard Retzer, Josefine Putz; CSU/FWG: Martin Perseis

Vertreter in der Gemeinschaftsversammlung der VG. UWG: Siegfried Schick, Martin Gruber;

Jugendbeauftragter: Thomas Spirkl, Hinkerding (CSU/FWG);

Schwerbehindertenbeauftragte: Josefine Putz (UWG);

Familienbeauftragter:Rupert Kirchisner (UWG).

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