„Einander anvertraut“: 33 Paare aus dem Pfarrverband feiern Ehejubiläum

Bis zu 65 Jahre lang sind die Jubelpaare bereits verheiratet, die sich zu einem Ehejubiläumsgottesdienst trafen. Gillitz

Pfarrer Hans Speckbacher zelebrierte einen berührenden Ehejubiläumsgottesdienst für Jubelpaare des Pfarrverbandes, die seit mindestens 20 Jahren verheiratet sind. Darunter waren 16 Paare, die auf 50 und mehr Jahre zurückblicken können.

Engelsberg. Speckbacher lud alle ein, in diesem Gottesdienst dankbar auf die gemeinsame Zeit zurückzuschauen. Das Gottesdienstthema „Einander anvertraut“ griff Wortgottesleiter Bernhard Hauser auf und verdeutlichte bei einer von Marco Dorfner an der Orgel begleiteten Meditation, wie sich das gegenseitige Vertrauen zeigen kann: „Den Partner zu lieben, ohne ihn einzuengen, ihn wertzuschätzen, ohne ihn zu bewerten, sich um ihn zu kümmern ohne ihn verändern zu wolllen, bei ihm zu sein, ohne sich aufzudrängen und ihm zu vertrauen, ohne Wenn und Aber. Pfarrer Hans Speckbacher fragte die Jubilare, welchen Rat sie mit all ihren Erfahrungen einem jungen Ehepaar mitgeben könnten. Aus seiner Sicht wären die Worte des Apostels Paulus an seinen jungen Mitarbeiter Timotheus gut geeignet: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Der Pfarrer zeigte Verständnis, dass man angesichts der mo-mentan großen Sorgen in der Welt, aber auch wegen erlebter persönlicher Enttäuschungen oder Schicksalsschläge verzagen könnte. Auch sei es nicht verwunderlich, wenn der Schwung der Anfangsjahre einer Ehe schwinden würde. Doch in vielen Jahren hätten die Ehepaare durch glückliche Stunden, durch den gemeinsamen Weg, durch das Dasein füreinander, die Kinder und Enkelkinder erleben dürfen, dass der Geist der Kraft und Geist der Liebe selbst im Ehealltag wachsen können. „Für eure Liebe müsst ihr notfalls kämpfen“, forderte der Geistliche die Eheleute auf. Richtig feierlich wurde es, als die Jubelpaare ihr Jawort erneuerten und versprachen sich, auch weiterhin die schönen und schweren Stunden gemeinsam anzugehen.

Nach dem feierlichen Gottesdienst versammelten sich die Jubelpaare im Pfarrsaal Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Frauengemeinschaft hatten nicht nur den Raum festlich geschmückt, sondern dafür gesorgt, dass die Feiernden mit Brotzeit, Kuchen, Torten und Getränken verwöhnt wurden. Selbst die riesige, herzförmige „Hochzeitstorte“ wurde bis auf das letzte Stück verzehrt. Viele Stunden wurde froh gefeiert, zumal Martin Mayerhofer flott aufspielte. gg

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