Ein Jahr zwischen Himmel und Erde

Haben das Buch „Ein Jahr zwischen Himmel und Erde“ veröffentlicht: Gemeindereferentin Hannelore Maurer und Tourismuschef Herbert Reiter.
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Haben das Buch „Ein Jahr zwischen Himmel und Erde“ veröffentlicht: Gemeindereferentin Hannelore Maurer und Tourismuschef Herbert Reiter.

Rosenheim – 52 Geschichten, 57 Fotos, 112 Seiten: Gemeindereferentin Hannelore Maurer und der Leiter der Tourist-Info Aschau, Herbert Reiter, haben das Buch „Ein Jahr zwischen Himmel und Erde“ veröffentlicht.

Eine Geschichte über Freundschaft, Tausende von Bildern und Momente, in denen das Herz aufgeht.

Themen, die die Menschen bewegen

Die Entscheidung, gemeinsam an einem Buch zu arbeiten, fiel auf einem Kirchturm. Daran erinnern sich Hannelore Maurer und Herbert Reiter noch ganz genau. Die beiden sitzen im Pfarrbüro in Rosenheim, lassen die vergangenen Monate Revue passieren. „Wir kannten uns vorher gar nicht“, sagt Maurer. Mittlerweile sind die beiden eng mitei nander verbunden, haben etliche Stunden damit verbracht, an dem Buch „Ein Jahr zwischen Himmel und Erde“ zu arbeiten. Doch die Geschichte ihres gemeinsamen Weges beginnt bereits im August 2019.

Damals entschied sich Hannelore Maurer, wöchentliche Beiträge in den Regionalausgaben unserer Zeitung zu schreiben. Maurer ist als Seelsorgerin der Stadtteilkirche Rosenheim-Inn tätig. In ihren geistlichen Kolumnen geht es unter anderem um überraschende Begegnungen, Zuversicht, aber auch aktuelle Geschehnisse. Sie schreibt über eigene Erlebnisse, über Themen, die die Menschen bewegen. Die Texte sind hintergründig und regen zum Nachdenken an.

Von Anfang an habe sie viel Zuspruch für ihre Arbeit erhalten. „Bei mir haben immer wieder Leute angerufen und gefragt, ob sie die Texte haben könnten“, sagt Maurer. So sei auch die Idee entstanden, alle Beiträge in einem Buch zusammenzufassen.

Per Mail hat sie Kontakt mit Herbert Reiter aufgenommen, ihn gefragt, ob er Interesse habe, an ihrem Projekt mitzuwirken. „Ich kannte seine Fotos aus der Zeitung“, sagt sie.

Denn Reiter ist nicht nur der Tourismuschef von Aschau im Chiemgau und Sachrang sowie Mitglied der Aschauer Kirchenverwaltung, sondern in seiner Freizeit auch ein leidenschaftlicher Fotograf. „Eigentlich ist es schon mehr als eine Leidenschaft. Es ist eine Sucht“, sagt Reiter und lacht. Vor drei Jahren habe er damit begonnen. Mittlerweile hat er Tausende von Motiven fotografiert. Mal steht er mitten in der Nacht auf, um den perfekten Sonnenaufgang einzufangen, mal klettert er auf einen Baum, um eine Landschaft von oben zu fotografieren, mal benutzt er eine Wasserpfütze für ein ausgefallenes Motiv. „Fotografieren ist eine Sache des Instinkts und zugleich eine Inspiration, die aus dem Herzen kommt“, sagt Reiter. Mit der Kamera in der Natur zu sein, schenke ihm „Momente zum Kraftschöpfen“, helfe ihm beim Entwickeln von neuen Ideen und beim Gewinnen eines anderen Blickwinkels.

Während Reiter erzählt, blättert er durch das Buch, zeigt immer wieder auf Fotos. Zu jedem gibt es eine kleine Anekdote. Da wäre zum Beispiel das Bild von ihm mit Papst Franziskus in Rom. Reiter habe ihm „so fest die Hand gedrückt“, dass dieser laut „Aua-Aua“ gesagt hat. Es ist eines von 57 Fotos, die in dem Buch zu finden sind.

Gemeinsam mit Hannelore Maurer hat er überlegt, welches Bild zu welchem Text passt. Einige habe er bereits in seinem Archiv gehabt, andere habe er extra für das Buch aufgenommen. Wie das Foto zu dem Beitrag „Sich verbandeln lassen“. „Dafür bin ich dreimal auf die Kampenwand geklettert“, sagt Reiter. Zu sehen sind – beim genaueren Hinschauen – zwei Kletterseile, die ein Herz formen. Es ist eines von vielen kleinen Details, die in dem Buch versteckt sind. „Es gibt viele Überraschungen“, verspricht Reiter.

Anderen Menschen eine Freude machen

Er und Hannelore Maurer hoffen jetzt, dass sie mit ihrem Buch „anderen eine Freude machen können“. Aber auch, dass die Menschen dazu inspiriert werden, „wieder mit offenen Augen durch das Paradies zu gehen, in dem wir leben“.

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