Ehemalige Schule in Ranoldsberg wird zum Landkindergarten

Die Mitgliederdes Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses besichtigen mit Architektin Christa Schwarzmoser (Vierte von links) und Franz Stoiber vom Technischen Bauamt (links) besichtigen das Alte Schulhaus von Ranoldsberg, wo ein Landkindergarten und Vereinsräume entstehen sollen. . Schwarz
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Die Mitgliederdes Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses besichtigen mit Architektin Christa Schwarzmoser (Vierte von links) und Franz Stoiber vom Technischen Bauamt (links) besichtigen das Alte Schulhaus von Ranoldsberg, wo ein Landkindergarten und Vereinsräume entstehen sollen. . Schwarz

Seit mehreren Jahren steht das Gebäude der ehemaligen Schule in Ranoldsberg leer. Das in den 60er-Jahren gebaute Gebäude ist aber von der Bausubstanz noch so gut in Schuss, dass im Marktgemeinderat seit geraumer Zeit überlegt wurde, wie man das Gebäude anderweitig nutzen kann.

Buchbach – Nach einer intensiven Findungsphase hatte sich der Marktgemeinderat darauf verständigt, in dem ehemaligen Schulhaus einen eingruppigen Landkindergarten sowie zwei Räume für die Ortsvereine und Toiletten für den angrenzenden Sportplatz entstehen zu lassen. Dabei kann die Gemeinde Fördermittel aus zwei unterschiedlichen Töpfen (zum einen für den Kindergarten, zum anderen für die Vereinsräume) bekommen.

Alle Gemeinderäte auf dem aktuellen Stand

Bei einem Ortstermin bekamen die Mitglieder des Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses einen Eindruck von dem Gebäude und die neuen Mitglieder des Marktgemeinderates die aktuellsten Informationen zu diesem Projekt, das bereits im vergangenen Jahr begonnen wurde. Dabei fragten vor allem die Mitglieder der CSU/FW-Fraktion intensiv bei den prognostizierten Kosten nach. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!+++

Architektin Christa Schwarzmoser betonte einleitend, dass das alte Schulhaus baulich noch in einem guten Zustand sei, sodass man „viel mit dem bestehenden Gebäude anfangen kann“. Ihre Planung sah vor, dass im Erdgeschoss, das komplett für den Kindergarten genutzt werden soll, der bestehende Eingang mit einem Kinderwagenabstellplatz sowie dem Aufzug ausgestattet wird. Der Aufzug ist notwendig, um in den behindertengerechten Vereinsbereich im Untergeschoss zu kommen. Danach folgt ein Windfang mit der Garderobe. Der Gruppenraum ist etwa 50 Quadratmeter groß und wird ergänzt mit einem Besprechungszimmer, dem Leitungszimmer, einem Personal- und einem Putzraum sowie Küche und kindgerechte Toiletten. Außerdem gibt es einen Mehrzweckraum im Erdgeschoss, der für den Kindergarten als Gruppennebenraum oder Turnraum genutzt werden soll.

Keine Verbindung der beiden Geschosse

Im Untergeschoss werden zwei Räume für die Vereine – ein größerer und ein kleinerer – sowie eine Teeküche und ein Stuhllager entstehen. Dazu kommen Toiletten, die auch von außen von den Nutzern des Fußballplatzes zugänglich sind.

Christa Šchwarzmoser betonte, dass der Kindergarten und die Vereinsräume getrennt zugänglich sind. Die aktuellen Planungen seien auch bereits genehmigt und in dieser Form förderungswürdig. Dabei gibt es Geld für den Landkindergarten aus dem Kindergartenförderprogramm und Mittel für die Vereinsräume aus dem Dorferneuerungsprogramm. Noch nicht geklärt ist die Frage der Fassadendämmung sowie die Art der Heizung. Hier habe man beispielsweise die Möglichkeit einer Flüssiggas- oder Pelletheizung, sagte die Architektin. Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) ergänzte, dass sich hier eine neue Möglichkeit ergeben hat. Das benachbarte Altenheim soll auch renoviert und erweitert werden. Der Betreiber Alexander Buchmeier prüft gerade die Möglichkeit einer Hackschnitzelheizung, an die auch das ehemalige Schulhaus angeschlossen werden könnte.

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Noch gut in Schuss ist der Dachstuhl. Hier müsse lediglich ein Sparren ausgetauscht werden, bevor ein neues Dach draufkommt. Hier ist ebenfalls die Fage nach der Dämmung noch nicht geklärt. Christa Schwarzmoser könnte sich vorstellen, eine Dämmung direkt auf der Decke aufzubringen.

Kosten nicht getrennt zu beziffern

Karl-Heinz Kammerer (CSU/FW) fragte nach, ob man die Kosten für die einzelnen Geschosse – getrennt – beziffern kann. Das sei schwierig, so Christa Schwarzmoser, da Dinge wie das Dach oder die Fassade beide Geschosse betreffen. Die Gesamtkosten bezifferte die Architektin mit rund 1,8 Millionen Euro, wobei 1,3 Millionen Euro förderfähig seien.

Christa Schwarzmoser verwies in diesem Zusammenhang aber auch darauf, dass sie bisher nur den Auftrag für die ersten Planungsschritte habe. Deshalb sprach sich der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss einstimmig dafür aus, dem Marktgemeinderat zu empfehlen, Christa Schwarzmoser mit den weiteren Planungsschritten zu beauftragen.

Schließlich soll der eingruppige Kindergarten im September 2021 bezugsfertig sein. Bürgermeister Einwang sagte, dass bereits erste Anmeldungen eingegangen seien.

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