Tat am 19. Januar 2020

Ehefrau verblutet nach 40 Messerstichen – 57-Jähriger Töginger steht vor dem Schwurgericht

In diesem Haus soll ein Mann seine Frau mit 40 Messerstichen getötet haben.
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In diesem Haus soll ein Mann seine Frau mit 40 Messerstichen getötet haben.

Sie lebten nur kurz in Töging, dann kam es in einer Sonntagnacht im Januar zu einem brutalen Messerattentat. Mit 40 Stichen soll der Ehemann seine um ihr Leben flehende Frau erstochen haben. Jetzt steht er vor Gericht in Traunstein

Töging/Traunstein – Tödlich endete ein Streit zwischen einem mittlerweile 57-jährigen Kraftfahrer und dessen Ehefrau in der Nacht zum 19. Januar 2020 in der gemeinsamen Wohnung in Töging. Mindestens 40 Mal soll der Mann mit Küchenmesser auf sein Opfer eingestochen haben. Die 37-Jährige verblutete, sie starb am Tatort.

Drei Gerichtstage angesetzt

Der mutmaßliche Täter muss sich ab Dienstag. 6. Oktober, drei Tage lang wegen Totschlags vor dem Schwurgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs verantworten. Die weiteren Verhandlungstage finden am 12. und 19. Oktober, ebenfalls jeweils um 9 Uhr, statt.

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Ein Nachbar des Paares hatte die Polizei in den frühen Morgenstunden des Tattages alarmiert. Rettungskräfte rückten an, konnten der Frau aber nicht mehr helfen. Sie fanden die 37-Jährige tot im Bad, sie lag auf dem Boden. Rechtsmediziner wiesen bei der Obduktion über 40 Stichverletzungen nach. Der Tatverdächtige wurde noch in der Wohnung festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Auslöser vermutlich Eifersucht

Die Kripo Mühldorf übernahm damals die Ermittlungen. Dabei stellte sich heraus, dass Auslöser des Streits offenbar ein Foto der Frau mit ihrem neuen Freund und häufige Chats mit ihm via Handy waren.

Ein Sohn des 57-Jährigen, der ebenfalls in der Wohnung lebte, konnte den Angeklagten zunächst von der 37-Jährigen trennen, wie der Zeuge der Polizei berichtete. Dann soll der Töginger erneut versucht haben, an das Handy zu gelangen. Im Schlafzimmer kam es offensichtlich zu einer erneuten körperlichen Auseinandersetzung.

19 und 30 Zentimeter lange Messer

Der Sohn schritt wieder ein. Der mutmaßliche Täter soll sich nochmals zurückgezogen haben, dann aber in der Küche zwei Küchenmesser mit 19 und 30 Zentimeter langen Klinge geholt haben.

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Nach einem Stich in den Bauch flüchtete die Verletzte ins Badezimmer. Laut Anklage soll es dort zu den Dutzenden, letztlich zum Tod führenden Stichen in den Bauch und Unterleib gekommen sein. Genaueres werden Sachverständige in dem Prozess berichten.

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