FC Egglkofen nutzt die Corona-Pause sinnvoll

Der FC Egglkofen nutzte die Zwangspause durch die Corona-Krise, um seinen Trainingsplatz herzurichten. Es waren viele freiwillige Helfer zum Jäten des Unkrauts nötig.
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Der FC Egglkofen nutzte die Zwangspause durch die Corona-Krise, um seinen Trainingsplatz herzurichten. Es waren viele freiwillige Helfer zum Jäten des Unkrauts nötig.

Egglkofen –. Mit der Zeit war der Trainingsplatz des FC Egglkofen zum Sorgenkind des Vereins geworden.

Viel Geld und Zeit flossen bereits in den Übungsplatz des Fußballvereins. Aufgrund der Zusammensetzung des Bodens mussten zur Pflege Unmengen an Wasser verbraucht werden, damit der Platz überhaupt bespielbar war. Die Situation war für den Vorstand nicht mehr hinnehmbar. Die Verantwortlichen sahen dringenden Handlungsbedarf – und die durch die Krise verordnete Spielpause drängte sich als Termin für die Erneuerung direkt auf.

Von großem Vorteil war auch der Humus, der im Zuge des neuen Baugebietes am Bäckerberg ausgehoben worden war: Dieser fand auf dem schadhaften Platz Verwendung. Die Gemeinde Egglkofen und das Bauunternehmen einigten sich, und so war beiden Parteien geholfen. Mit Unterstützung einer regionalen Firma wurde der Humus gleichmäßig auf dem Trainingsplatz verteilt.

Der nächste Schritt war dann das Verlegen einer Sechspunkt-Beregnungsanlage, um dem zukünftigen Rasen die benötigte Wassermenge immer rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Unter Anleitung von Fachkräften schufteten die Fußballer in ihrer Freizeit „auf dem Acker“. Große Erdklumpen wurden entfernt, und dann hieß es tagelang: rechen, rechen und noch einmal rechen. Nach fast drei Wochen begann das Ansäen.

Platz ist erst nächstes Jahr bespielbar

Nun wächst der Rasensamen seit Mitte Mai, und man kann bereits eine große grüne Fläche bestaunen. Aufgrund des neuen Bodens ist allerdings auch bereits viel Unkraut auf der Grünfläche gewachsen. Um diesem Wildwuchs Einhalt zu bieten, fand man sich Anfang Juni wieder zu einem gemeinsamen Unkraut-Jät-Termin zusammen. Zehn Männer und Frauen rupften drei Stunden lang das Unkraut aus dem Platz. Doch der Befall ist größer als gedacht und verlangt noch viele freiwillige Unkrautjäter. Eine Erleichterung gibt es aber: Die Anschaffung eines Rasenmäher-Roboters ist beschlossen.

Der Platz wird erst 2021 bespielbar sein. Alle Mannschaften werden auf einem anderen Feld bald mit dem Training beginnen. Die Damen haben bereits den Anfang gemacht: mit neun Spielerinnen ging es in die erste Einheit – in zwei Gruppen, da maximal fünf Personen im Abstand von 1,5 Metern trainieren durften. nz

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