„Echte Hinkucker“ die Hinterglasmalereien von Sybilla Hinkofer

Sybilla Hinkofer (links) stellt derzeit im Töginger Rathaus ihre Werke aus. Kulturreferentin Brigitte Gruber und Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst freuen sich, wieder jemand Neuen gefunden zu haben, der seine Kunst präsentiert: seit 2003 schmücken regelmäßig neue Kunstwerke die Gänge des Töginger Rathauses. Foto Becker

Die Ampfinger Hobby-Künstlerin Sybilla Hinkofer stellt derzeit im Töginger Rathaus aus. Bei der Vernissage ging sie auch auf die komplizierte Technik der Hinterglasmalerei ein. In Anlehnung an den Namen der Künstlerin stellte Bürgermeister Windhorst fest, dass „echte Hinkucker entstanden“ sind.

Töging– Auch wenn ihr der Berufswunsch als Grafikerin verwehrt blieb, erklärte ihre Arbeitskollegin Brigitte Gruber, seien die vielen verschiedenen Techniken und filigranen Arbeiten höchst beeindruckend: „Ich habe ja schon einige Ausstellungen in der Region mitbekommen, aber diesmal sind es wieder ausschließlich neue, bisher unbekannte Werke!“, betonte Gruber.

Dass die Hobby-Künstlerin so ein großes Oeuvre habe, liege auch an der großen Unterstützung durch ihre Familie, erklärte die dreifache Mutter. Sybilla Hinkofer, die normalerweise im Mühldorfer Finanzamt arbeitet, findet in der Malerei ihre Muse.

Vor rund 30 Jahren begann sie mit Aquarellen, arbeitete sich dann über Öl, Tusche und Pastellkreiden bis zur Hinterglasmalerei vor: „Das mache ich noch nicht so lange“, erklärte die Malerin. Indem sie Kurse besucht habe, hätte sie diese spezielle Art der Malerei erlernt, bei der „im Prinzip die Arbeitsvorgänge komplett umgekehrt sind und man spiegelverkehrt denken muss“, so die Künstlerin. Deswegen sei bei der Hinterglasmalerei auch bei jedem Bild ein Entwurf nötig. Denn da die Farben direkt von hinten auf das Glas aufgebracht werden, muss man sich vorab Gedanken machen, wie die Darstellung am Ende überhaupt aussehen soll und wie man es umsetzen kann.

„Auf einer Leinwand mache ich zuerst einmal der Hintergrund und dann die Objekte“, erklärt Sybilla Hinkofer weiter. Bei der Hinterglasmalerei hingegen sieht man ja noch nicht einmal direkt das Ergebnis seiner momentanen Arbeit.

Die Ampfingerin hat dabei ihre Liebe zu farbenfrohen Geometrien entdeckt, die aber alle sehr präzise gearbeitet sind. Zwar seien die Motive abstrakt, hätten aber alle eine reale Vorlage, so die Künstlerin. Daher haben die Werke auch Titel, wie „Wasser ist Leben“, „Zeiten des Sommers“ oder „Veränderungen“.

Zu sehen sind die Kunstwerke in den kommenden Wochen im Rathaus. Wochentags immer am Vormittag und Donnerstags auch am Nachmittag. pbj

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