Dürftige Absperrmaßnahmen im Buchbacher Marktplatz

Zwar hat man jetzt freien Blick auf die Buchbacher Pfarrkirche, aber man steht vor dem gesperrten Marktplatz. Foto: Rampl

Im Zuge der Abbrucharbeiten des Gebäudes Marktplatz 7 in der Marktgemeinde musste die Durchfahrt durch den Marktplatz gesperrt werden. Betroffen davon sind vor allem Fahrzeuge, die von Felizenzell, der Ring- und der Kastenbergerstraße kommen.

Buchbach –  Die Fahrzeuge, die von der Haupt- und Veldenerstraße kommen, sehen die Absperrung noch rechtzeitig und können problemlos durch den Marktplatz fahren. Da die Absperrung erst kurz vor der Baustelle auf den Marktplatz erfolgt ist, wurde der Vorplatz von Getränke Werner zum Wendeplatz. Der stark frequentierte Kundenparkplatz wird daher erheblich eingeschränkt.

Lastzüge haben ein Problem

Ist es dort für Autos noch einigermaßen möglich, zu wenden, stehen Lastzüge vor einem erheblichen Problem. Schon zu normalen Zeiten ist für sie die Einfahrt durch den Marktplatz schwierig. Jetzt stehen sie unvermittelt vor vollendeten Tatsachen und müssen in Millimeterarbeit zurückstoßen und blockieren dabei erheblich den übrigen Verkehr.

Jeder Bauherr ist üblicherweise angehalten, bei Baumaßnahmen an öffentlichen Straßen entsprechende verkehrsrechtliche Vorkehrungen zu treffen und entsprechende Genehmigungen einzuholen. Wurden diese hier einfach vernachlässigt? Das beantwortet Bürgermeister Thomas Einwang mit einem klaren „Nein“. Für die entsprechende Absicherung und Beschilderung der Baustelle ist die ausführende Baufirma zuständig, die das Vorhaben beim Landratsamt anzeigen muss, da es sich beim Marktplatz um eine Kreisstraße handelt. Mittlerweile sei auch entsprechend nachgebessert worden, so Einwang. Derzeit werde versucht, zu erreichen, dass außerhalb von Buchbach auf die Verkehrsbehinderung durch die Baustelle am Marktplatz hingewiesen wird.

Vergleichbarer Neubau kommt

Das Gebäude Marktplatz 7 (Sailstorfer-Haus) wurde 1954 von der Gemeinde gekauft und zu einem Wohnhaus umgebaut. Vorher hat dort Anton Sailstorfer eine Brauerei betrieben, die aber kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aufgegeben wurde. In den vergangenen Jahren hat der Marktgemeinderat bereits des Öfteren diskutiert, was mit dem Haus geschehen soll. Auch die ansatzweise Sanierung mithilfe von Städtebaufördermitteln wurde bereits angeleiert. Doch Untersuchungen ergaben, dass die Substanz zu schlecht war. Deshalb wurde der Abriss des Gebäudes und ein vergleichbarer Neubau in die Wege geleitet.

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Es soll wieder ein simpler Baukörper ohne Dachüberstand werden. Da das Gelände in Richtung Wagnergasse abfällt, soll der Baukörper durch ein Vorder- und ein Rückgebäude gestaffelt werden. Architekt und Planer Josef Anglhuber regte an, dass der hintere Teil des Gebäudes etwas niedriger ist. Damit würde es optisch gefälliger wirken, so sein Argument.

Wohnungen für den kleinen Geldbeutel

Der Eingang ist vom Marktplatz aus geplant. Dabei soll die Eingangstüre, wie bei einem Fleez, zurückversetzt sein. Seitlich, von der Wagnergasse anfahrbar, entsteht eine Tiefgarage, weitere Stellplätze sind vor dem Haus am Marktplatz geplant.

In dem Haus sollen sieben Wohnungen für Menschen mit einem kleinen Geldbeutel entstehen: jeweils eine Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss und ersten Stock sowie eine Art Penthouse im Dachgeschoss.

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