Duelle um die Chefsessel im Rathaus: Stichwahlen im Landkreis Mühldorf stehen an

Friedlich vereint: Auf den großen Plakatwänden sind nur zwei Kandidaten übrig geblieben. Amtsinhaberin Marianne Zollner (SPD) und Michael Hetzl (FW/UM) haben in dieser Woche weitere Plakate aufgehängt. Am Sonntag entscheidet sich in Mühldorf und sieben anderen Kommunen im Landkreis, wer Bürgermeister wird. Wegen Corona gelten auch dafür besondere Bedingungen. HOnervogt
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Friedlich vereint: Auf den großen Plakatwänden sind nur zwei Kandidaten übrig geblieben. Amtsinhaberin Marianne Zollner (SPD) und Michael Hetzl (FW/UM) haben in dieser Woche weitere Plakate aufgehängt. Am Sonntag entscheidet sich in Mühldorf und sieben anderen Kommunen im Landkreis, wer Bürgermeister wird. Wegen Corona gelten auch dafür besondere Bedingungen. HOnervogt

Am Sonntag stehen im Landkreis Mühldorf acht Stichwahlen an. Dann entscheiden die Wähler wer in MÜhldorf, Aschau, Kraiburg, Polling, Mettenheim, Neumarkt-St. Veit, Gars und Haag künftig Bürgermeister sind wird. Wegen Corona sind einige Besonderheiten zu beachten.

Mühldorf - Es ist ihre zweite Kandidatur, es ist das zweite Mal, dass Marianne Zollner in die Stichwahl muss. Am Sonntag stellt sich die SPD-Politikerin Michael Hetzl. Der Newcomer, gemeinsam von Freien Wählern und Unabhängigen Mühldorfer aufgestellt, kam im ersten Wahlgang auf 34,7 Prozent der Stimmen, Zollner war mit 48,5 Prozent klare Siegerin.

Beim ersten Mal lag die Wahlbeteiligung nur kanpp über 50 Prozent

Am Sonntag entscheiden gut 16500 Wähler, wer der Stadt künftig vorsteht. Beim ersten Wahlgang vor gut einer Woche nutzte allerdings nur gut die Hälfte diese Möglichkeit. Die Entscheidung am Sonntag fällt allein per Briefwahl, da der allgemeine Urnengang nicht stattfinden darf. Trotzdem hofft Bürgermeisterin Zollner, dass möglichst viele wählen und möglichst viele ihr die Stimme geben.

Um noch Wahlkampf zu führen habe sie derzeit aber keine Zeit, sagte sie auf Anfrage, die Coronakrise binde ihre Arbeitskraft. „Ich bin sehr damit beschäftig, diese Krise zu bewältigen, damit die Stadt handlungsfähig bleibt.“ So seien Hilfmaßnahmen für Bedürftige und die Wirtschaft in Gang gesetzt worden. Das sei ein Argument für sie: „Gerade in einer solchen Situation ist es wichtig, dass jemand an der Spitze steht, der Erfahrung hat, der die Verwaltungs- und Handlungsmöglichkeiten kennt“, wirbt sie für sich.

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Herausforderer Hetzl hat dagegen noch einmal in die Vollen gegriffen: Plakate, Postwurfsendungen, er greift an und wirft Zollner Untätigkeit vor. Hetzl übernimmt einen ihrer Wahlslogans und verkehrt ihn ins Gegenteil. „Die zentrale Botschaft ist, dass die Leute unzufrieden sind mit Frau Zollner. Sie hat eben nicht gehalten, was sie versprochen hat.“ Hetzl spricht von „sechs Jahren Stillstand“.

Alle Ergebnisse schnell auf Ovb-online

Das sieht Zollner anders: „Die Leute werden ihre Meinung haben und sehen, was ich geleistet habe.“ Hetzl gehe habe eine wirklichkeitsfremde Sicht. „Er hat keine Erfahrung, muss sich nicht der Realität anpassen, kann nicht haftbar gemacht werden für das, was er sagt.“

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Hetzl hält dagegen und betont, dass er ein Macher sei, der die Probleme anpacken werde. Auch nach der Corona-Zeit: „Mit Blick auf die Wirtschaftskrise braucht es an der Spitze jemanden, der mit Wirtschaftsverstand aus der Krise führt.“

Das Wahlergebnis finden Sie am Sonntag gegen 18.30 Uhr unter www.ovb-onlinede.

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