Drei Dutzend Säcke Müll gesammelt

Auch große Müllteile fischten die Fischer aus dem Inn. Ihre Erkenntnis: Manche nutzen den heimischen Fluss bewusst als Müllkippe.

Mühldorf.  – Die Fischer haben am Inn aufgeräumt: Vor der Corona-Krise nutzten sie das schöne Wetter für eine Müllsammelaktion.

Etwa 40 Frauen und Männer, fast ausschließlich Mitglieder des Bezirksfischereivereins Mühldorf-Altötting und des Anglerbundes Isaria, trafen sich am Vereinsheim, um mit Müllsäcken und Greifzangen an den Ufern entlang flussaufwärts zu ziehen.

Den mit Abstand kuriosesten Fund machte Dietmar Huber. Er fand einen noch verpackten Vakuumierer. „Wenn ich das gewusst hätte“, sagte Huber nach dem Rundgang am Sammelplatz, „erst vor zwei Wochen habe ich mir noch einen neuen Vakuumierer gekauft, das Geld hätte ich mir sparen können“.

Etwa drei Dutzend Müllsäcke waren am Ende voll. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes mussten gleich zweimal das Vereinsheim ansteuern, um den Sammelmüll abzuholen.

Hans Salfer, der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksfischereivereins und Organisator der Aktion, war zufrieden. „Wenn man sich vorstellt, dass diese Berge noch draußen herumliegen würden, wenn unsere fleißigen Helfer nicht aufgeräumt hätten“, sagte er.

Als besonders auffällig bezeichnete Salfer das extrem hohe Aufkommen an Plastikfolien-Material. Auch ganze Planen zogen die Fischer aus dem Inn. Neben zahlreichen Plastiktöpfchen vor den Gärten mancher Inn-Anwohner und einem alten Gaskocher fanden die Fischer auch ein Zelt und daneben einen Rucksack voll mit Kleidung. „Es sah aus, als ob da jemand überstürzt flüchten musste“, berichtete Salfer. nem

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